10.10.2020 1. Männer HV Barsinghausen HNAHSG Plesse: Erster Sieg seit 18 Monaten

Ihren ersten Pflichtspielsieg seit dem 6. April 2019 (ein 39:32 beim späteren Absteiger SG Börde) fuhren am Samstagabend die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg ein: Sie bezwangen den HV Barsinghausen mit 25:24 (13:12).

Dieser Sieg war doppelt wichtig: Zum einen, weil er in der Tabelle guttut, zum anderen aber, weil er vor allem ein Sieg in einer nervlich belasteten Situation war! Die Partie gegen Barsinghausen war nach der Sieglosserie von 19/20 und der 16:31-Schlappe zum Saisonauftakt zur Nagelprobe geworden, ob die eigenen Nerven dieser Lage würden standhalten können. Und die Hausherren bestanden diese Probe!

Zwar blieben sie nicht fehlerfrei, aber gerade in engen Situationen bewiesen sie ihre Nervenstärke: Sie steckten weg, dass der Gast einen 5:8-Rückstand (13. Minute) auf 10:11 (23.) verkürzte, und sie steckten weg, dass Barsinghausen nach der Pause zwei Mal selbst in Führung ging (16:15/38. und 23:22/52.).

Von all diesen Rückschlägen ließ das Burgenteam sich weder verunsichern noch entmutigen. Es zog sein Spiel durch und hatte am Ende zwei verdiente Punkte im Sack, weil im Schlussspurt Sebastian Herrig (23:23/55.), Malte Sültmann (mit seinem dritten verwandelten Tempogegenstoß zum 24:23/57.) und – nachdem Joshua Schlüter das mögliche 24:24 durch Abfangen des Barsinghäuser Tempogegenstoßes unterbunden hatte (59.) – Lukas Herale (25:23/60.) der zum Sieg erforderliche Lauf glückte.

HSG-Trainer Artur Mikolaj-czyk hatte „ein gutes Oberliga-Spiel mit zwei starken Torhütern“ gesehen, in dem es „am Ende eine Kopfsache war, dass wir uns durchgesetzt haben“. Dass er im Angriff gern „etwas mehr Biss“ gesehen hätte, trübte die Freude über diesen Sieg nur geringfügig.

Das Sahnestück des Burgenteams war an diesem Abend die 6-0-Abwehr mit Herrig/Tom Winkelmann im Innenblock und einem Lukas Herale, der sich vom Trainer ein Extralob erarbeitete. Stärkster Spieler beim Burgenteam aber war Torhüter Lennart Gees, der ein gutes dutzend Mal – darunter zwei Mal gegen Strafwürfe – das Duell mit den Barsinghäuser Angreifern gewann!

Seine Leistung schuf die Basis, auf der der Rückraum, in dem Raffael Pogadl, Joshua Schlüter und Marlon Krebs immer wieder fliegend die Positionen wechselten, die nötigen Tore vorbereiten konnte. Wenn es kritisch etwas anzumerken gibt, dann, dass die Suche nach dem einwurfbereiten Kreisläufer zu zu vielen Ballverlusten führte, und dass das Burgenteam auf den Außenpositionen noch an seiner Torgefährlichkeit arbeiten muss.

HSG Plesse: Gees, Kubanek - Krebs 7/3, Sültmann 6, Herrig 4, Pogadl 4, Schlüter 3, Herale 1, Arndt, Funke, Lange, Mitrovic, Winkelmann.  eko

10.10.2020 1. Männer HV Barsinghausen HNA

Erfolgreichster Werfer mit sieben Treffern: Pless es Marlon Krebs wird hier von Barsinghausens Kevin Loh (rechts) hart angegangen.