HSG Plesse-Hardenberg: Coach Artur Mikolajczyk stellt Amt zur Verfügung

Wird er noch einmal an der Seitenlinie stehen? Ob Artur Mikolajczyk als Trainer der HSG Plesse-Hardenberg die Saison in der Handball-Oberliga zu Ende coachen kann, ist fraglich. Fest steht, dass er in der kommenden Spielzeit nicht mehr dabei sein wird.

Artur Mikolajczyk (45) stellt sein Amt als Trainer des Handball-Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg zu Beginn der kommenden Saison zur Verfügung. Dies hat der Coach am Wochenende dem Verein mitgeteilt. „Es scheint fast eine beschlossene Sache, dass wir die diesjährige Oberligasaison nicht zu Ende spielen werden. Im Zuge der Planung für die kommende Saison habe ich dem Verein mitgeteilt, dass ich als Trainer kürzer treten möchte“, so Mikolajczyk. „Nach insgesamt 15 Jahren Trainertätigkeit möchte ich meine Energie mehr auf das private und berufliche Umfeld richten“, begründete der Coach seinen Schritt.

Zuvor hatten Stefan Hüdepohl, der Präsident des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) und der Vizepräsident Spieltechnik, Jens Schoof, mit Vertretern der Ober- und Verbandsligisten der Frauen und Männer am Sonnabend über die Folgen der Corona-Pandemie für den Amateursport im Erwachsenenbereich mit Vertretern der Vereine gesprochen. Danach werden die Mitglieder des Präsidiums und des erweiterten HVN-Präsidiums am 15. Februar über einen etwaigen Saisonabbruch der Spielklassen auf Verbandsebene und mögliche Folge-Szenarien beraten.

Nach dem großen Umbruch der Mannschaft zum Ende der Saison 2017/18 und dem damit verbundenen Aderlass „habe ich mich entschieden, mich mit aller Energie der schwierigen Aufgabe zu stellen und aus den jungen, oberligaunerfahrenen Spielern eine Mannschaft zu bilden. Die positive Entwicklung, sowie die Aussicht diese Entwicklung mit den erfahrenen Neuzugängen in der Saison 2020/21 fortzusetzen und die Früchte der gemeinsamen Arbeit zu ernten, war nach der coronabedingten Handballpause für mich nochmal eine große Motivation. Leider ist das Virus mit seinen Auswirkungen zurückgekehrt und hat unser gemeinsames Projekt ausgebremst“, bedauerte Artur Mikolajczyk.

In diesem Zusammenhang dankte der scheidende Trainer dem Verein und allen seinen Spielern für eine gute Zusammenarbeit: „Da es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass wir aufgrund der Corona-Pandemie in dieser Saison nochmal den Spielbetrieb in der Oberliga aufnehmen können, wünsche ich schon jetzt der Mannschaft und dem gesamten Verein viel Erfolg für die Zukunft. Die Basis dafür haben wir jedenfalls durch eine harte und kontinuierliche Arbeit gelegt.“ Eine erste Stellungnahme kam von Robert Heidhues, dem Vorsitzenden der HSG Plesse-Hardenberg: „Beide Seiten bedauern, dass es nach einer reibungslosen Vorbereitung und vielversprechenden Ergebnissen in den Testspielen aufgrund der Corona-Pandemie bisher nicht möglich war, diese Ergebnisse im Ligabetrieb zu bestätigen.“ Nach dem ersten Heimsieg in diesem Jahr musste die Saison bereits ausgesetzt werden. Mitte Februar wird der HVN entscheiden, ob und in welcher Form in dieser Saison noch Spiele ausgetragen werden. Davon wird es auch abhängen, ob wir den Coach noch mal in seiner Trainertätigkeit sehen werden.“ Mikolajczyk war im Sommer 2017 zum Ligakonkurrenten TV Jahn Duderstadt gewechselt. Bereits in der Winterpause hatte man sich einvernehmlich darauf geeinigt, den Trainervertrag zum 31. Dezember 2017 vorzeitig aufzulösen. Danach war der Coach wieder zur HSG Plesse-Hardenberg zurückgekehrt.