Abstiegsentscheidung am grünen Tisch

Die Meldung der Woche kommt aus der Verbandsliga Niedersachsen. Nach dem vergangenen, vorletzten Spieltag vom zurückliegenden Wochenende, feierte die HSG Heidmark nach einem 32:30 Sieg gegen Liebenau den Klassenerhalt. Doch jetzt kommt alles ganz anders.

Read MoreIm Auswärtsspiel bei der HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf Anfang März und im Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen SV Aue Liebenau setzte die HSG einen nicht spielberechtigten Spieler ein.
Am Montag informierte Spielwart Manfred Herzog den HSG-Vorsitzenden Lutz Siemsglüß darüber, dass die zwei Pluspunkte vom vergangenen Wochenende aberkannt werden und das Spiel für Liebenau gewertet wird.
Doch gestern kam es noch schlimmer. Auch die beiden Punkte vom Auswärtsspiel bei der HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf Anfang März wurden jetzt nachträglich aberkannt.
Hintergrund dieser Entscheidung ist der Einsatz des 17-jährigen B-Jugendspieler Jan Henrik Warneke in beiden Spielen. Warneke spielte in der laufenden Saison nicht nur für die B-Jugend, sondern auch schon in der A-Jugend. Der Einsatz von Warneke in der Herrenmannschaft war die dritte Mannschaft der laufenden Saison und das ist nach Paragraph 22 der Spielordnung des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit der Überschrift „Jugendschutzbestimmungen“ nicht erlaubt: „In einer Spielsaison darf der Einsatz jedoch in höchstens zwei Altersklassen erfolgen.“

Statt Klassenerhalt ist der Abstieg in die Landesliga Lüneburg die Folge und der entstandene Schaden ist groß. Doch jammern hilft nicht.

Nutznießer dieser Entscheidung ist der MTV Moringen und die SV Aue Liebenau. Durch den Punktabzug sind beide Teams gerettet und verbleiben in der Verbandsliga, weil Heidmark vor dem letzten Spieltag drei Punkte hinter dem rettenden Ufer liegt.