17022018 bericht markranstadt gt01HSG Plesse-Hardenberg verliert in Markranstädt

Auswärts kriegt die HSG Plesse-Hardenberg in der 3. Liga weiter kein Bein auf den Boden. Auch aus Markranstädt kehrten die Damen mit leeren Händen zurück, verloren beim SC mit 21:29 (13:15). Es war das dritte Aufeinandertreffen der Kontrahenten, und zum dritten Mal gab es einen Acht-Tore-Sieg für Markranstädt.

„Das soll wohl irgendwie so sein“, flüchtete sich Tim Becker in leichten Sarkasmus. Denn so hoch hätte es nicht sein müssen. Bis zum 16:18 (40.) war die HSG auf Augenhöhe, Meike Rombach hatte dann gar die Chance auf den Anschlusstreffer. Doch die Torjägerin scheiterte vom Siebenmeterpunkt, wenig später war beim 22:17 die Vorentscheidung gefallen. „Kleinigkeiten werfen uns immer wieder Knüppel in unsere Aufholjagd“, haderte der Trainer nicht nur mit dem vergebenen Siebenmeter. Eine doppelte Überzahl direkt nach der Pause konnte seine Mannschaft auch nicht nutzen, kassierte sogar einen Treffer. Das Ungleichgewicht bei den Zeitstrafen, die HSG kassierte sieben, Markranstädt nur zwei, war auch nicht förderlich. „Da wurde auf beiden Seiten nicht gleich gepfiffen“, so Becker, der mit der Leistung der Schiedsrichter nicht einverstanden war. Die starke Isabel Marienfeld bekam bereits nach 47 Sekunden eine unfreiwillige Pause, die nur für die Abwehr eingesetzte Sarah Strahlke kassierte noch vor der Pause ihre zweite Zeitstrafe. Sogar drei und damit die Rote Karte musste Alena Breiding hinnehmen, die letzte für einen Wechselfehler. „Da hat sie einfach gepennt. Auch wenn das Spiel da schon entschieden war, ist sowas ärgerlich“, sagt Becker. Sonst hielt sich sein Ärger in Grenzen. „Die Einstellung stimmte, der Wille war da. Wir können viel Positives mitnehmen“. So ging das taktische Konzept, Marienfeld aus dem Rückraum an den Kreis auflösen zu lassen, auf und auch die zwischenzeitliche 5:1-Deckung mit Marilena Henne fruchtete. Für Zählbares war es aber einfach zu wenig.

Tore: Breiding (5/1), Hille (4), Henne (4), Rombach (4/2), Hemke (1), Strahlke (1), Al Najem (1), Kunze (1).

Von Denise Kricheldorf-Mai

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Die Einstellung bei den Damen der HSG stimmte, nur das Ergebnis in der Fremde wieder nicht.  Quelle: Peter Heller