03032018 leipzig alena 01Überraschungssieg zum Greifen nah

Das vergangene Spiel, welches personell auf Seiten unserer Mannschaft unter keinen guten Vorzeichen stand, begann temporeich und emotionsgeladen, mit einer hochmotivierten Plesser Mannschaft. Nach anfänglicher Nervosität, geprägt von technischen Fehlern auf beiden Seiten, kam unsere Mannschaft in Fahrt und zeigte mit einer 3:1 Führung, dass der Name und auch der Titel „Rekordmeister“ der gegenüberstehenden Mannschaft heute keine Rolle spielen sollte.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit boten sich beide Mannschaften einen echten Schlagabtausch. Im Gegensatz zur 37:28 Hinspiel-Niederlage in Leipzig, konnte sich letzten Samstag keine Mannschaft entscheidend absetzen, sodass wir nach 30 Minuten lediglich mit einem 11:12 Rückstand in die Kabine gingen. Neben unserem unbändigen Kampfgeist, in Form von starker Abwehr und einer in Bestform aufgelegten Caro im Tor, bleibt leider auch zu erwähnen, dass Marre Mitte der Halbzeit mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausschied. An dieser Stelle die allerbesten Genesungswünsche und #comebackstronger, Marre!

Also jetzt erst Recht!

Erfahrungsgemäß bauen wir oft nach guten Phasen mit unserer Leistung wieder etwas ab, doch diesmal nicht. Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete, bis unsere Mannschaft sogar noch einen drauflegte. Die Folge war ein 5:0-Lauf, den der HC Leipzig aber mit einer Aufholjagd bis auf ein Tor ran kam und wenige Minuten später sogar wieder den Ausgleich schaffte. Die kämpferische Leistung unterstreicht auch, dass uns in doppelter Unterzahl sogar ein Tor gelang und wir in der Abwehr keine Lücken zuließen. Sollte der HC doch eine Lücke gefunden haben, war spätesten bei unserer Caro Endstation. Caro, die nach einer sowieso schon souveränen Saison, am Samstag wohl das Spiel ihres Lebens machte, hielt uns über 60 Minuten im Spiel und brachte unsere Gegnerinnen mit Paraden aus jeder Lage zwischenzeitlich zur Verzweiflung. Bis zur Schlussphase wechselte die Führung im Minutentakt von uns zu Leipzig und wieder zurück. Als wir in den letzten Minuten mit Sarah (Schulter ausgekugelt) eine weitere Rückraumspielerin verloren, lösten unsere beiden Kreisläuferinnen Isa und Yassi immer wieder geschickt an den Kreis auf und konnten durch Maikes wunderbare Anspiele in Szene gesetzt werden. Spätestens aber, als wir mit Isa’s roter Karte und 2 Minuten für Celina in doppelter Unterzahl versuchten den Überraschungssieg über die Ziellinie zu bringen, zeigte sich die internationale Handballerfahrung einiger Leipziger Spielerinnen und die damit verbundene Nervenstärke. Dazu kam auch unsere Nervosität, endlich den zweiten Saisonsieg einfahren zu können, die sich in 3 abgefangenen Bällen und daraus resultierenden Gegenstoßtoren wiederspiegelte Genauso ein Treffer war es auch, der uns den entscheidenden Rückstand bescherte, bevor die letzten 10 Sekunden starteten, die spannender nicht hätten sein können. Ein schneller Angriff brachte uns leider kein direktes Tor, sondern einen Freiwurf 2 Sekunden vor Schluss. Zwei Sekunden, die uns durch nicht eingehaltenen Abstand genommen wurden und somit nur noch ein direkter Freiwurf blieb. Devi nahm allen Mut zusammen und brachte den Ball über die Leipziger Mauer und scheiterte ganz knapp am Pfosten, was uns also beim Stand von 25:26 die wohl bitterste Saisonniederlage einbrachte. Jetzt heißt es den Kopf hochzunehmen und nächste Woche in Mainz erneut um die ersten Auswärtspunkte zu kämpfen. (Leni)

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