hollender annikaVersöhnlicher Abschied aus Liga Drei

Zum letzten Spiel der Saison in der dritten Liga Ost ging es für uns nach Kriftel. Obwohl sowohl Kriftel, als auch wir bereits seit längerem schon als Absteiger feststanden, hatte dieses Spiel für beide Mannschaften eine große Bedeutung. Wir hatten uns fest vorgenommen das letzte Spiel der Saison gegen den direkten Tabellennachbarn für uns zu entscheiden, damit unser Punktekonto zu verdoppeln und wenigstens einmal in der Saison einen Sieg und zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Aber auch Kriftel war von Anfang an anzumerken, dass sie sich vor heimischen Publikum mit einem Sieg aus der dritten Liga verabschieden wollten.

Für uns war die Ausgangslage vor dem Spiel jedoch alles andere als vielversprechend. Wir reisten erneut mit einem stark dezimierten Kader an und es konnten nur 9 Spielerinnen als Aktive in das Spielformular eingetragen werden. Trotz der personellen Situation wussten wir aber, dass wenn wir wieder eine konzentrierte Leistung abrufen könnten und als Team zusammenstehen, Kriftel erneut schlagen würden. So war auch Tims Ansprache vor dem Spiel sehr deutlich. Er verwies auf die guten Leistungen, die wir in den letzten Spielen, vor allem in den ersten 30 Minuten, zeigten und ermutigte uns trotz der wenigen Wechselmöglichkeiten Tempo zu gehen und Kriftel so bereits in den ersten Minuten zu zeigen, dass wir die Mannschaft sein würden, die dieses Spiel für sich entscheidet. In der Abwehr galt es wieder eine kompakte Deckung zu stellen, in der wir uns gegenseitig unterstützen und die Achse um Kriftels Mittelspielerin und Kreisläuferin vor Aufgaben zu stellen. Zum Abschluss seiner Ansprach stelle Tim uns die Frage ob wir dieses Spiel für uns entscheiden würden und diese beantwortete das gesamte Team mit einem lauten „JA!“. Hochmotiviert, mit dem Messer zwischen den Zähnen begannen wir die Partie mit einer konzentrierten Deckungsleistung, mit der wir den Gegner immer wieder zu Fehlern zwangen und einfache Ballgewinne erzielen konnten. Im Angriff agierte Kriftel zunehmend statisch und oft drohte das Zeitspiel. Leider scheiterten wir in der Anfangsphase zu oft an Kriftels gut aufgelegter Torhüterin und agierten nicht clever genug im Abschluss. Zu viele freie Bälle wurden verworfen und dies ermöglichte Kriftel das Spiel über lange Zeit offen zu gestalten. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit entwickelte sich jedoch der Gegenstoß zu unserer Waffe und nach schneller Spielfeldüberbrückung wurde stets variabel über unsere beiden Außenspielerinnen abgeschlossen. Ab der 20. Minute konnten wir uns dann schließlich über ein 6:10 und 8:12 deutlich mit 11:17 zur Halbzeit absetzen.  

In der Halbzeit wurden die Fehler der ersten Halbzeit besprochen und neue Kräfte für die nächsten 30 Minuten gesammelt. Es galt die Konzentration hochzuhalten und die ersten Minuten in Hälfte zwei zu nutzen um das Spiel frühzeitig für uns zu entscheiden.

Leider gelang uns dies aber nicht wie vorgenommen und durch eine kleine Schwächephase, in der uns acht Minuten kein Tor gelang, machten wir Kriftel wieder stark. Im Angriff wirkten wir etwas ideenlos und unkonzentriert aber auch die bis dahin gut stehende Deckung kam nun immer einen Schritt zu spät. Bis auf ein 17:20 kämpfte sich die Mannschaft von Christian Albat wieder heran und das Spiel drohte zu kippen. Doch durch zwei schnelle Tore durch Leni, konnten wir aber den Abstand von 5 Toren wiederherstellen und gaben die Führung bis zur letzten Minute nicht mehr aus den Händen. Besonders erfreulich war das Tor zum 20:25 durch unser Küken Annecke. Sie traf zum ersten Mal für uns in der dritten Liga und warf damit auch unser letztes Tor in dieser Spielklasse.

Nach der Schlusssirene war die Erleichterung allen anzumerken und wir durften nun endlich unseren ersten Auswärtssieg der Saison feiern. Das Spiel war in den letzten 30 min hart umkämpft und alle Mädels haben bis zur letzten Minute Gas gegeben und gezeigt, dass sie diesen Sieg wollen und verdient haben. Eine ganz starke kämpferische und geschlossene Teamleistung, die wieder einmal die Moral der Mannschaft unter Beweise gestellt hat. Trotz großem Verletzungspech und einer langen, nicht so erfolgreichen Saison haben sich die Mädels zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Es wurde stets gekämpft und im Rahmen unserer Möglichkeiten alles gegeben. So war dieser Sieg im letzten Spiel unserer Saison in der dritten Liga ein sehr versöhnlicher und wohl verdienter Abschluss aus dieser Spielklasse. Wir bedanken uns bei unseren treuen mitgereisten Fans für die tolle Unterstützung und bei unserem Trainer- und Betreuergespann für eine aufregende Saison 2017/2018!