20181103 northeim bericht gtHSG Plesse-Hardenberg verliert Derby gegen Northeim
Mit einem Heimsieg hat die HSG Göttingen ihr Punktekonto in der Frauenhandball-Oberliga wieder ausgeglichen. Die HSG Plesse-Hardenberg verlor das Nachbarduell gegen den Northeimer HC denkbar knapp mit 25:26. Aufsteiger MTV Geismar bleibt Vorletzter, unterlag in eigener Halle dem MTV Tostedt.

HSG Plesse-Hardenberg – Northeimer HC 25:26 (14:13). Es geht auch immer ums Prestige, wenn die beiden Nachbarn aufeinander treffen. Jubeln durfte am Ende der Gast, der einen besseren Start in die zweite Halbzeit erwischte und mit einem 5:0-Lauf binnen acht Minuten nach der Pause den Grundstein für den Sieg legte (18:14/38.). Dabei leisteten sich beide Teams viel zu viele technische Fehler, von denen der NHC viele zu erfolgreichen Tempogegenstößen nutzte. Da half es auch nicht viel, dass die Mannschaft von Yunus Boyraz Northeims erfolgreiche Rückraumspielerin Tanja Weitemeier bei „nur“ fünf Feldtoren hielt. Mit einer kurzen Deckung für Maike Rombach kamen die Gastgeberinnen zunächst nicht zurecht, spielten sich dann aber doch wieder heran auf 17:18 (44.) und 24:25 (58.), allerdings fiel der Ausgleich nicht mehr. – Tore Plesse: Hemke (3), Rombach (6/3), Hille (7), Schob (1), Hübers (2), Al Najem (1), Herale (3), Müller (2).

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Trifft zweimal gegen Northeim: Carolin Hübers von der HSG Plesse-Hardenberg (hier eine Szene aus der Partie gegen die HSG Göttingen). Quelle: Pförtner


MTV Geismar – MTV Tostedt 22:27 (11:11). Eine sehr ärgerliche Niederlage für die Südstädterinnen, denn mit den Gästen aus Tostedt war ein Team angereist, mit dem der Aufsteiger absolut auf Augenhöhe war. „Wir haben die erste Halbzeit wieder stark gespielt, lagen in Führung und haben dann in den letzten zwei Minuten vor der Halbzeit einen Drei-Tore-Vorsprung dumm verspielt“, sagte Teamsprecherin Meryem Stielow. „Wir haben wieder zu viele technische Fehler gemacht, den Ball einfach weggeworfen und es dem Gegner so leicht gemacht, zu einfachen Toren zu kommen“, kritisierte Torfrau Nadine Merz, die ein gutes Spiel gezeigt hat. „Diese Drei-Tore-Führung mit in die Halbzeit zu nehmen, wäre wichtig gewesen für uns, dann startet man ganz anders in die zweite Hälfte“, so der enttäuschte Trainer Lennart Versemann. Stielow verbreitet Optimismus: „Wir sind auf dem richtigen Weg, denn wir steigern uns und lernen aus unseren Fehlern, irgendwann werden wir für unsere Arbeit belohnt.“ – Tore Geismar: Neuffer (1), Stielow (2), Homfeldt (4/1), Arthaus (6/6), Schilling (7/1), Steins (1), Diek (1).


HSG Göttingen – MTV VJ Peine 35:27 (18:13). Von Beginn an zeigten die Gastgeberinnen Präsenz und erspielten sich gute Torchancen, die auch deutlich besser genutzt wurden als bei der Derby-Niederlage in der Vorwoche gegen Plesse. Nach der schnellen 5:1-Führung (6.) hielt das Team von Trainer Uwe Viebrans diesen Vorsprung bis zur Pause, danach setzte es sich zeitweise bis auf zwölf Tore ab (31:19/45.). Auch wenn der Tabellenzehnte durch einige Unkonzentriertheiten noch auf acht Treffer verkürzen konnte, geriet der Sieg nie in Gefahr. Besonders sicher waren die HSG-Werferinnen vom Siebenmeterpunkt: Hier hatten sie hundert Prozent Trefferquote. Mit jeweils neun Treffern überzeugten vor allem auch Janina Schmieding und Michelle Rösler mit ihrem Durchsetzungsvermögen im Angriff. Besonders freute sich Viebrans noch über den Treffer zum 34:26 (56.) durch Franziska Gräser, die erstmals seit Dezember – nach ihrer Babypause – wieder ein paar Einsatzminuten erhielt. – Tore HSG: J. Schmieding (9), Meroth (4/2), Bause (2), Lieseberg (4), K. Schmieding (6/5), Rösler (9), Gräser (1).