HSG Plesse-Hardenberg gewinnt Derby gegen Geismar
Die HSG Plesse-Hardenberg hat die Punkte aus dem Derby in der Frauenhandball-Oberliga mitgenommen. Aufsteiger MTV Geismar musste sich deutlich mit 21:37 geschlagen geben. Die HSG Göttingen kann scheinbar nur „knapp“: Zum dritten Mal in dieser Saison verlor die Mannschaft mit einem Tor Differenz. Dieses Mal beim TuS Jahn Hollenstedt.

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Hat eine Lücke in der Plesse-Abwehr gefunden: Tina Schilling vom MTV Geismar. Quelle: Pförtner


MTV Geismar – HSG Plesse-Hardenberg 21:37 (9:19). Von Beginn an war das Burgenteam tonangebend in diesem letztlich ungleichen Duell. „Aber das war auch nicht der Gegner, gegen den wir Punkte holen müssen“, sagte MTV-Trainer Lennart Versemann. Trotz der erneuten hohen Niederlage verzeichnete er auch positive Aspekte: „Die Zahl der technischen Fehler hat sich deutlich in Grenzen gehalten und auch unser Tempospiel hat sich stark verbessert.“ Wir sind weiter gewachsen und nehmen aus jedem Spiel neue Erfahrungen mit“, sagt Medizinstudentin Fiona Popp. „Der Kopf bleibt oben, wir schauen auf nächste Woche und wollen gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu punkten“, gab sich Kira Stiens kämpferisch. Drei der sechs ersten Plesse-Tore erzielte Rückraumspielerin Devi Hille, die an diesem Tag die erfolgreichste Torschützin war. Beim 8:3 (15.) war schon klar, dass die Punkte an die Gäste gehen würden, die den Vorsprung bis zur Halbzeit auf sechs Punkte ausgebaut hatten. Beim 33:14 (52.) hatte die HSG den größten Vorsprung (19 Treffer) herausgeworfen, ehe den Gastgeberinnen noch etwas Ergebniskosmetik in der Schlussphase gelang. HSG-Trainer Yunus Boyraz hatte am Ende auch „nichts auszusetzen“. – Tore MTV: Jurkait (2), Stielow (3), Homfeldt (1/1), Popp (2), Hartig (1), Arthaus (1), Schilling (5), Stiens (2), Diek (4/1). HSG: Hemke (4), Rombach (4/3), Hille (7), Schob (4), Behrends (3), Hübers (3), Reinholz (3), Al Najem (1), Herale (5), Müller (3).


TuS Jahn Hollenstedt – HSG Göttingen 27:26 (15:9). Die längste Auswärtsfahrt war am Ende ernüchternd. Zum dritten Mal in dieser Spielzeit musste sich die Mannschaft von Trainer Uwe Viebrans mit einem Treffer Differenz geschlagen geben. Weil in Hollenstedt mit „Patte“ gespielt werden darf, brauchte die HSG lange, um mit dem klebrigen Ball zurecht zu kommen und lag zur Halbzeit mit sechs Treffern zurück. In der Pause fand Viebrans deutliche Worte, sein Team konzentrierte sich in der Folgezeit auf sich selbst, holte Tor um Tor auf, glich in der 44. Minute zum 19:19 aus und führte beim 23:22 (52.) nach einem von elf Siebenmeter-Toren durch Janina Schmieding zum letzten Mal. Danach übernahmen die Gastgeberinnen wieder das Kommando (27:24/58.), am Ende fehlte der HSG – auch aufgrund der Aufholjagd – die Kraft, zumindest noch einen Punkt zu retten. – Tore HSG: J. Schmieding (13/11), Meroth (2), Lieseberg (1), Bause (4), Rösler (6).

Von Kathrin Lienig