Keine Glanzleistung

Nach unserem souveränen Heimsieg gegen den MTV Rohrsen letzte Woche haben wir viel Selbstbewusstsein getankt und sind mit einem guten Gefühl am Samstag nach Heidmark gefahren.

Das Spiel ging auch eigentlich viel versprechend los. Wir konnten schon von Anfang an einen guten Angriff auf die Beine stellen, bei dem besonders Devi Hille in den ersten Minuten schöne Tore machen konnte. 16 Tore konnten wir in der ersten HZ auf unserem Konto verbuchen, allerdings haben wir auch 21 Gegentore bekommen. So gut wie der Angriff funktionierte, umso weniger funktionierte die Abwehr.

Unsere eigentlich recht defensive 6:0 Abwehr stand alles andere als am 6-Meter, sodass Heidmark auf jeder Position die großen Lücken ausnutzen konnte. Die stabile Abwehr, die wir noch gegen Rohrsen auffahren konnten, war einfach nicht mehr vorhanden. Gleichzeitig führte unsere instabile Abwehr zu vielen Zeitstrafen und 7-Meter Strafwürfen. Heidmark hatte ganze 12 7-Meter Chancen bekommen, wobei unsere Torhüter 4 davon parieren konnten.

Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel aber alles andere als schon verloren, sodass der Auftrag für die 2te HZ eigentlich klar war: Angriff weiter so, Abwehr stabilisieren. Allerdings haben wir diesen Auftrag nicht umsetzen können. Die Abwehr blieb weiterhin Lückenhaft und der Angriff hat dann auch vollständig aufgehört zu spielen. Viele Ballverluste und Fehlwürfe haben den Gegner durch schnelles Tempospiel auf 27:19 davonziehen lassen. Zwischenzeitlich konnten wir zwar die Tordifferent etwas verkleinern auf 30:23, aber am Ende ging das Spiel doch mit 11 Toren bei einem Endstand von 37:26 verloren. Heidmark hat uns damit also quasi aus der Halle gespielt.

Insgesamt ist zu sagen, dass jede Spielerin durch schöne Aktionen glänzen konnte, jede Spielerin aber auch weniger glänzende Momente mit Fehlern und Fehlentscheidungen hatte. Leider sind wir als Mannschaft auch noch nicht stabil genug, um aus einem Rückstand wieder herauszukommen und durch die richtige Einstellung mit Kampfgeist und Mut den Spieß umzudrehen. Wir lassen uns leider durch kleine negative Ereignisse im Spiel zu schnell entmutigen und lassen die Köpfe hängen. Das Spiel reflektiert also nicht unsere handballerische Leistungsfähigkeit, sondern fehlende Disziplin.

Unser derzeitiger Auftrag heißt also dieses Spiel schnell zu vergessen, nach vorne zu schauen und uns auf den nächsten Gegner, den Vfl Wolfsburg vorzubereiten. Langfristig müssen wir aber noch an unserer Einstellung und an unserem Kampfgeist arbeiten, denn es werden weiterhin schwere Gegner und Spiele auf uns zukommen. Wünschenswert ist diese Spiele in der Rückrunde wiedergutzumachen und da zu zeigen, dass wir eine gute Mannschaft sind, die die Spiele am Ende für sich entscheidet.