HSG Plesse-Hardenberg spielt 28:28 gegen Spitzenreiter Peine

Die Oberliga-Handballerinnen des MTV VJ Peine bleiben ungeschlagener Spitzenreiter, wenngleich sie der gastgebende HSG Plesse-Hardenberg knapp an den Rand der ersten Saisonniederlage brachte.

Verfolger HG Rosdorf-Grone musste hingegen nach zuletzt 6:0 Punkten durch die dritte Saisoniederlage einen Dämpfer hinnehmen, verlor gegen die Drittliga-Reserve des TV Hannover-Badenstedt – und Kapitänin Maite Gutenberg mit ausgekugeltem Finger.

HSG Plesse-Hardenberg – MTV VJ Peine 28:28 (12:16).Die 22-jährige HSG-Rückraumspielerin Devi Hille steuerte gleich vier Treffer zur schnellen 7:4-Führung (10.) bei. Doch dann übernahm der Gast die Regie und legte zur Pause vier Tore vor. In einem regelrechten Wechselbad der Gefühle lag die HSG nach 39 Minuten mit 20:19 und später 76 Sekunden vor Schluss mit 28:27 vorn, aber Peine glich nochmals aus. „Für einen letzten Treffer hat die Zeit für uns leider nicht mehr gereicht“, haderte HSG-Trainer Yunus Boyraz mit dem Schicksal.

„Das Unentschieden spiegelt den Spielverlauf wieder. Wir waren in der ersten Halbzeit besser, Plesse in der zweiten“, sagte der Peiner Coach Marco Wittneben. „Unsererseits war es jedenfalls eine ganz starke kämpferische Leistung“, unterstrich Devi Hille. Von einem gewonnenen Punkt sprach Mannschaftsführerin Lara Al Najem: „Dabei hatten einige HSG-Spielerinnen die ersten Hälfte verschlafen“, gab sie zu. – HSG-Tore:Rombach (10/1), Al Najem, Hille (je 5),Hemke, Schob (je 3), Bünker, Herale (je 1). – Kruck (6) und Hüsing (6/5) waren die besten Peiner Werferinnen.

HG Rosdorf-Grone – TV Hannover-Badenstedt II 32:36 (12:18). Pech für HG-Spielführerin Maite Gutenberg: Sie kugelte sich kurz vor der Pause einen Finger aus und muss operiert werden. „Vier bis sechs Wochen wird sie ausfallen“, bedauerte Trainer Sachsa Heiligenstadt, der sich ausdrücklich beim gegnerischen Trainer Frank Käber bedankte, da er als Arzt den Finger vor Ort noch einrenkte.

„Wir waren in der Abwehr nicht da“, brachte Shari Kehler wesentliche Defizite auf den Punkt. Dafür lieferte Greta Herthum im Angriff einen guten Part ab. Die HG traf erstmals in dieser Saison auf eine Mannschaft, „die uns sportlich überlegen war“, sagte Trainer Heiligenstadt: „Wir waren dagegen einen Schritt zu langsam.“

Das sah auch Torjägerin Silvana Hinrichs so: „Am Angriff hat es bis auf kleine technische Fehler nicht gelegen. Wenn man aber vorn 32 Tore wirft, kann man Spiele nur gewinnen, wenn die Abwehr stimmt.“ Kampfgeist zeigte die HG indes bis zum Ende, entschied die zweite Hälfte mit 20:18 zu ihren Gunsten. – HG-Tore: Hinrichs (6), Herthum (5), Kehler (4), Diek, A. Gutenberg (je 3), Seifert (3/1), M. Gutenberg, Mündemann, Neidhardt (je 2), Leonard, Wedemeier (je 1).

HSG Göttingen – MTV Rohrsen 32:33 (16:19). Im Ausweichquartier in Dransfeld hat die HSG Göttingen unglücklich mit 32:33 (16:19) gegen den MTV Rohrsen verloren und die sechste Niederlage im neunten Spiel kassiert. Die HSG führte im zweiten Durchgang mehrmals mit einem Tor, zuletzt mit 26:25 (47.). Nach dem 30:30 (55.) übernahm Rohrsen bis zum Schluss die Führung. „Wir haben eigentlich über weite Strecken guten Handball gespielt“, sagte Trainer Uwe Viebrans, der die solide Deckungsarbeit lobte.

Pech dagegen hatte die HSG hier und da im Abschluss: „Ein Unentschieden wäre mehr als gerecht gewesen“, befand der Coach. „Am Ende wurde unsere gute Leistung vor allem in der zweiten Hälfte nicht belohnt“, sagte Teamsprecherin Franziska Gräser. „Wir hatten schließlich eine grandiose Aufholjagd gestartet und einen Vier-Tore-Rückstand in eine Führung umgewandelt.“ – Tore HSG Göttingen: J. Schmieding (16:9), Albrecht (6), Rösler (4), Gräser (3), Nad. Bause, Meroth, Tischer (je 1). – Die beste MTV-Werferin war Wolf (12/9).