Trainer Heiligenstadt verlängert, HG Rosdorf-Grone gewinnt

Ihren jeweils achten Saisonsieg haben die Handballoberliga-Frauen der HSG Plesse-Hardenberg und der HG Rosdorf-Grone eingefahren. Dagegen musste der Vorletzte HSG Göttingen seine zehnte Niederlage einstecken.

HG Rosdorf-Grone – Eintracht Hildesheim 34:28 (10:10). Zwar eröffnete nach 20 Sekunden die Hildesheimerin Merle Rindfleisch den Torreigen, doch ließen sich die Gastgeberinnen am Ende als verdienter Sieger feiern: „Ich war einfach sehr angetan von der Präsentation meiner Mannschaft“, verbeugte sich Trainer Sascha Heiligenstadt, der dieser Tage für ein weiteres Jahr verlängerte, vor der Leistung.

Bis zur Pause spielten beide Teams auf Augenhöhe. Doch dann brach Hildesheim ein und geriet immer deutlicher in Rückstand: „Wir haben ab der 41. Minute aufgehört Handball zu spielen und bekamen in der Abwehr keinen Zugriff mehr“, ärgerte sich Gästecoach Frank Mai. Als „Breaking News“ postete die HG Rosdorf-Grone dann auch gleich: „Maibäume gefällt – abgesägt.“

Annika Hollender, die ehemalige Torjägerin der HSG Plesse-Hardenberg, zeigte sich als faire Verliererin: „Rosdorf-Grone hat eben ein eingespieltes Team.“ „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, antwortete darauf HG-Spielführerin Maite Gutenberg, die nach ihrem ausgerenkten Finger nach mehrwöchiger Pause wieder spielen konnte: „Unsere mutig spielende A-Jugendliche Julia Mündemann hatte Hildesheim nicht auf dem Schirm. Auch die Treffsicherheit von Julia Wedemeier von Rechtsaußen war entscheidend.“ Torjägerin Silvana Hinrichs ergänzte: „Die gute Jugendarbeit hat sich also ausgezeichnet.“

HG: Hinrichs (8), Wedemeier (6), Neidhardt (5), Mündemann (4), A. Gutenberg, M. Gutenberg (je 3), Gerke (2), Diek, Kehler, Seifert (je 1) .

HSG Plesse-Hardenberg – HV Lüneburg 27:26 (11:13). Das hätte gegen das weiterhin sieglose Schlusslicht fast ins Auge gehen können. Vor allem in der ersten Halbzeit lag Lüneburg mehrfach vorne, ehe das Burgenteam dann beim 23:19 (50.) das Spiel fast eingetütet hatte. Doch beim 26:26 (59.) wurde es noch einmal ganz eng, ehe Maike Rombach sieben Sekunden vor Schluss mit ihrem elften Tor per Siebenmeter die Mannschaft erlöste.

„Das war ein hartes Stück Arbeit und ein unheimlich schlechtes Spiel von uns“, musste Spielführerin Lara Al Najem zugeben. „Umso mehr können wir uns bei unserer Torfrau Caro Menn bedanken“, die ihr Tor förmlich vernagelt hatte. „Alles in allem haben wir den Gegner unterschätzt und können froh sein, dass wir mit dieser Leistung zwei Punkte in eigener Halle behalten konnten“, zog Menn den Schlussstrich unter diese Zitterpartie.