11.01.2020 Damen I HV LüneburgEin „gutes“ Pferd springt nicht höher als es muss

Am Samstag war nun endlich die Winterpause vorbei. Unsere Aufgabe war es, den Tabellenletzten aus Lüneburg in eigener Halle zu schlagen. Leichter gesagt als getan. Zwei Trainingseinheiten haben uns wohl nicht gereicht, um aus dem Winterschlaf aufzuwachen.  Die Partie startete sehr ausgeglichen. In der ersten Halbzeit wechselte die Führung von Heim zu Gast und Lüneburg konnte sich zur Pause sogar mit zwei Toren (11:13) absetzen. Grund dafür waren im Angriff technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Abschluss. In der Abwehr fehlte der letzte Wille, den Gegner nicht durch die Lücke gehen zu lassen oder seinem Nebenmann auszuhelfen. Auch der Wechsel von 6:0 auf 3:2:1 zeigte keine Besserung.

Nach der Halbzeitpause starteten wir mit einem kleinen 3:0 Lauf. Bis zur 44. war nun wieder alles wie in der ersten Halbzeit, ein lockerer Schlagabtausch. Wir gingen in Führung und Lüneburg glich aus. Doch dann erwachten wir kurz aus dem Schlaf. Nach einem Ballgewinn ging es zügig in die zweite Welle, wir verwerteten unsere Chancen im Positionsspiel und standen besser in der Abwehr und konnten uns bis zur 49. Minute mit 22:18 absetzen. Wer nun denkt, dass man das locker runterspielen und etwas für sein Torverhältnis tun kann, denkt leider falsch. Fünf gute Minuten sollten für den Jahresbeginn erst einmal reichen und so stellten wir alles wieder ein und haben an der Leistung von den anderen 40 Minuten angeknüpft. Lüneburg schaffe es, sich Schritt für Schritt heranzukämpfen und gewann beim 26:26 in der 58. Minute den Ball und hatte Chance auf ein Tempogegenstoßtor. Doch zum Glück war Caro Menn schon das ganze Spiel unsere Retterin in der Not und hielt auch diesen wichtigen Ball. Wir hatten also erneut einen Angriff und Julia holte den 7. Meter heraus, um noch Chance auf einen Sieg zu haben. Wir verwandelten den 7. Meter genau sieben Sekunden vor Schluss und waren in Gedanken schon beim Sieg, Lüneburg hatte jedoch ihren Punkt noch nicht abgeschrieben und legte alles in den letzten Angriff. Sie holten ebenfalls noch einen 7. Meter raus. Dieser wurde nach Abpfiff ausgeführt, landete aber neben dem Tor.
Abschließend lässt sich sagen, dass wir alle noch ziemlich geschlafen haben und keiner, ausgenommen von Caro, seine eigentliche Leistung abrufen konnte. Lüneburg hat starken Kampfgeist bewiesen und wird unserer Meinung nach nicht mehr lange ohne einen Sieg bleiben. Für uns heißt es nun aufwachen, denn am Samstag haben wir schon die HSG Heidmark zu Gast und da haben wir einiges wieder gutzumachen…

Es spielten: Menn, Röhrs, Rombach (11/7), Hille (2), Schob (3), Bünker (2), Behrends, Schütze (1), Minhöfer (2), Al Najem (2), Herale (1), Müller (3)

11.01.2020 Damen I HV Lüneburg