HSG Göttingen gewinnt bei der HG Rosdorf-Grone mit 40:24

Der 16. Spieltag der Frauen-Oberliga ließ mit zwei faustdicken Überraschungen aufhorchen. Die zuvor seit zehn Spieltagen sieglose HSG Göttingen gewann das Derby beim gastgebenden Tabellendritten HG Rosdorf-Grone ebenso deutlich wie der Northeimer HC bei der 2020 bisher ungeschlagenen HSG Plesse-Hardenberg.

HG Rosdorf-Grone – HSG Göttingen 24:40 (12:17). Schon recht schnell führte die abstiegsgefährdete HSG mit 4:1 (4.) und 9:4 (14.). Ohne die grippekranke Kapitänin Maite Gutenberg konnte die HGRG noch einmal auf 19:22 (40.) verkürzen. Doch der spätere Sieger gab das Spiel nie aus der Hand und steigerte sich zum Schluss in einen wahren Spielrausch.

„Da lief es richtig gut, und es gab kein Halten mehr“, war HSG-Trainer Uwe Viebrans überglücklich. „Wir haben eine tolle Deckung mit einer starken Torfrau Stefanie Elkenz gespielt und vorn unsere Chancen konsequent genutzt“, so der Coach. „Endlich ist der Knoten geplatzt“, jubelte die 14-fache Torschützin Janina Schmieding. „Wir sind als Mannschaft aufgetreten. Unser Spiel hat einfach Spaß gemacht.“

Das konnte Kreisläuferin und Teamsprecherin Franziska Gräser nur unterstreichen. „Wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir in die Oberliga gehören“, sagte sie. Lange Gesichter gab es indes beim Tabellendritten HG Rosdorf-Grone: „Wir haben keine Leidenschaft und keinen Einsatz gezeigt“, haderte HG-Trainer Sascha Heiligenstadt mit der Leistung seines Teams.

Torjägerin Silvana Hinrichs spendete indes dem Sieger ein dickes Lob: „Die HSG hat absolut verdient gewonnen. Wir standen uns einfach selber im Weg.“ Nele Diek appellierte abschließend an ihr Team: „Jetzt gilt es die Fassung zu bewahren, um am kommenden Wochenende wieder die gewohnte Leistung abzurufen.“ – HG: Wedemeier (6), Seifert (6/6), A. Gutenberg (4), Gerke, Mündemann (je 2), Diek, Herthum, Hinrichs, Neidhardt (je 1). – HSG: J. Schmieding (14/5), Gräser (7), Pölkner (6), N. Bause (5), Albrecht, Meroth (je 3), K. Schmieding, Tischer (je 1).

HSG Plesse-Hardenberg – Northeimer HC 17:30 (6:17). 2:0 führte das Burgenteam, doch dann wurden die Gastgeberinnen zu ungewohnt später Stunde um 21 Uhr aus allen Träumen gerissen. Lediglich der Northeimer HC war hellwach, blies zum Angriff und lag nach 23 Minuten mit 15:3 vorn – später stand es kurz nach der Pause 18:7.

„Es war einfach ein kompletter Totalausfall, und wir haben überhaupt nicht mehr zurück ins Spiel gefunden, nachdem wir eigentlich mit einem 2:0 gut gestartet waren“, erlebte Kreisläuferin Nora Minhöfer ihren wohl schwärzesten Tag im Trikot des Burgenteams. Während der Northeimer HC die Einladung zum „Tag der offenen Tür“ dankbar annahm, verharrte die HSG Plesse-Hardenberg in Schockstarre.