NHC-Trainer Barnkothe nach dem Derby-Sieg: „Es war das perfekte Spiel“

Die Gäste feierten sangesfreudig ihren Derbysieg in der Handball-Oberliga.. Carsten Barnkothe hatte allen Grund zum Strahlen. „In der ersten Halbzeit war es das perfekte Spiel. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Die Deckungsarbeit war überragend. Das hat die Mannschaft grandios gemacht“, sprudelte es am Freitagabend aus dem Coach des Northeimer HC nach dem in überragender Manier erspielten 30:17 (17:6)-Erfolg beim Nachbarn HSG Plesse-Hardenberg heraus.

Den besseren Start in Boveden erwischten noch die Gastgeberinnen. Julia Herale vom Punkt und Maike Rombach sorgten für ein 2:0. Northeim ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit fünf Toren in fünf Minuten wurde der Spieß umgedreht. Plesse hatte Mühe, sich aussichtsreiche Wurfpositionen zu erspielen. Das lag auch am guten Wechselspiel des Gegners. Für Spielmacherin Aline Barnkothe übernahm Alina Lucenko den defensiven Part. Dazu kamen Vorteile im Tempospiel. Beim 3:8 sah sich Yunus Boyraz nach zwölf Minuten zur ersten Auszeit gezwungen.

Das Burgenteam versuchte es nun mit einer offensiveren Deckungsvariante. Anna-Maria Bünker kam für Devi Hille, und Nele Röhrs nahm für Caro Menn den Platz zwischen den Pfosten ein. Doch das alles fruchtete nicht. Die HSG fand im Angriff kein Konzept und leistete sich weiter viele Fehler und Fehlwürfe, die der Gegner durch Tanja Weitemeier und Marie Barnkothe konsequent nutzte. Der Vorsprung ihres Teams war nach 20 Minuten auf 13:3 angewachsen. Da passte ein gehaltener Strafwurf von Franziska Post ins Bild. Erst Maike Rombach beendete kurz darauf von selber Stelle eine dreizehnminütige Torflaute ihrer Mannschaft. Dennoch war der NHC beim Pausenpfiff bereits eindeutig auf die Siegerstraße eingebogen.

Angesichts des klaren Spielstandes ließ sich für den zweiten Durchgang kein großer Spannungsbogen mehr erwarten. Es galt, zwei Fragen zu beantworten. Gelingt Plesse die Schadensbegrenzung? Kann Northeim die Konzentration hochhalten? Bis zum 14:24 hielt das Burgenteam den Abstand konstant, ehe die Gäste das Tempo wieder anzogen. Dabei durften nun auch Amy Peters und Kiara Freckmann mitwirken. Es war das I-Tüpfelchen unter die Northeimer Gala.

„Der NHC war sehr, sehr stark. Es war wohl die beste Saisonleistung“, lobte auch Plesses Coach den Gegner. „Wir waren hoch motiviert und haben gut begonnen. Dann haben wir das Spiel aber schon früh in zwölf Minuten verloren.“

HSG: Menn, Röhrs - Hemke, Rombach 7/6, Hille 4, Schob 1, Bünker, Schütze 2, Minhöfer, Al Najem 1, Herale 1/1, L. Müller 1. NHC: Post, Hartlieb - Weitemeier 12/5, M. Barnkothe 8, S. Barnkothe, Kühne 5, A. Barnkothe 1, Peters, Gebhardt, Lösky, Bergmann, Lucenko 1, Freckmann 3, Strupeit.