Es läuft nicht rund oder auch: es ist Sand im Getriebe

Sonntag durften wir in Schöppenstedt antreten, Gegner war unser Tabellennachbar, die HG ELM. Trafen wir uns noch unter der Woche zu einer kleinen Aussprache, gingen wir trotz eines kleinen Kaders von nur 10 einsatzfähigen Spielern motiviert in dieses Spiel und wollten endlich mal wieder den eigenen Anspruch untermauern, dass wir Trainingsinhalte umsetzen und als Mannschaft auftreten können.

Um es vorweg zu nehmen: Dieses gelang uns nur teilweise. Es muss durchaus positiv hervorgehoben werden, dass wir über die gesamte Spielzeit nicht den Kopf in den Sand steckten und unser Bestes gaben. Der Einsatz ist nicht zu bemängeln. Zu Beginn war das Spiel ausgewogen und bis zur 24. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen (14:14), allerdings hatte ELM am Schluss etwas mehr vom Spiel und wir gingen mit 16:19 in die Halbzeit. Dieses Halbzeitergebnis deutet auf den oben genannten teilweise umgesetzten Einsatz hin, denn unsere Abwehr stand gelinde gesagt „grottig“. Viel zu häufig kamen die gegnerischen Rückraumspieler zu einfachen Torwürfen oder ebensolchen Kreisanspielen. Hier darf Phil im Tor positiv hervorgehoben werden, der verhinderte durch großartige Paraden einen deutlicheren Rückstand. Unser Spiel in der zweiten Halbzeit begann mit einem kollektiven Blackout und ELM zog bis zur 37. Minute auf 19:25 davon. Wieder die positive Seite: wir gaben nicht auf, geschweige denn das Spiel verloren und kämpften uns bis auf ein 27:28 (47.) heran, aber mehr gelang uns nicht mehr, Endstand 34:39. 34 Tore in des Gegners Halle zu werfen ist absolut in Ordnung, 39 zu bekommen hingegen nicht, zumal unser Gegner nun auch nicht übermächtig war. Aber wir machten es den Rückraumspielern von ELM zu einfach, so dass diese allein 23 Tore auf ihren Konten verbuchen konnten. Zuvor noch eintrainierte und funktionierende Abwehrbewegungen gelangen uns überhaupt nicht, auch in Angriffssituationen fanden wir schlichtweg zu oft die falschen Lösungen, verletzungsbedingte Umstellungen taten ihr Übriges. Shit happens ...

Spieler: Phil Gelhard (TW), Roman Althans (TW), Maurits Christiansen (6), Tom Winkelmann (13), Nico Zimmer, Lennart Bertram (4), Nicky Isselstein (2), Lenart Scheidler (5), Lucas Mandelt (1), Colin Hogreve (3).