wA 10032018 schedetal 03 mTitelgewinn in der letzten Minute

Die Ausgangslage war für alle klar. Da wir bei Punktgleichheit mit der JSG Weserbergland den direkten Vergleich verlieren würden und die JSG im letzten Spiel gegen den Tabellenletzten aus Meerhandball antrat, musste an diesem Tage gegen Münden zumindest ein Punkt her. Genauso klar war es uns auch, dass Münden alles geben würde, um uns den Traum vom Titel so schwer wie möglich zu machen. Und das spürten wir auch von der ersten Minute an. Während unseren Mädchen die Nervosität und Aufregung mehr als anzumerken war und wir dadurch vor allem in der Deckung nicht die gewohnte Sicherheit auf das Feld brachten, nutzte Münden unsere Schwächen gnadenlos aus und konnte immer wieder einfache Tore erzielen.

So lagen sie auch fast die gesamte erste Hälfte in Front, auch wenn wir immer in Schlagdistanz blieben und in der 25. Minute sogar mit dem 14:14 wieder ausgleichen konnten. In den letzten fünf Minuten verloren wir jedoch komplett den Faden und bis zur Pause lagen wir plötzlich mit drei Toren zurück. Da mit drei Toren Rückstand noch lange nichts verloren war, nahmen wir uns für die zweite Hälfte viel vor. Trotzdem gelang es uns nicht, Münden in ihrem Spiel zu stoppen. Stattdessen konnten sie in der 45. Minute sogar auf vier Tore erhöhen (23:19). Wer jetzt geglaubt hat,  es wäre alles vorbei, kennt meine Mädchen nicht. Angefeuert von den vielen mitgereisten und mehr als lautstarken Fans, die dem ganzen eine richtige Heimspielatmosphäre verliehen, nahmen wir den Kampf noch einmal richtig an und konnten in den nächsten Minuten Tor um Tor verkürzen. Innerhalb von zehn Minuten hatten wir das Spiel gedreht und gingen mit 25:24 in Führung. Die letzten Minuten waren dann an Spannung nicht zu überbieten: Wir gingen mit einem Tor in Führung, Münden glich aus. Erst als Nele Behrends 13 Sekunden vor Schluss ihren siebten Siebenmeter zum 27:28 verwandelte, war die Entscheidung gefallen und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Spielerinnen und Zuschauer feierten gleichsam den Sieg und die damit verbundene Landesliga-Maisterschaft, die uns wohl – genauso wie Alines Sieger-HUMMA – immer im Gedächtnis bleiben wird. Ich möchte diese Stelle, so wie jedes Jahr, gerne nutzen, um wieder ein ganz großes Danke loszuwerden. Danke an Kerstin Begau, Kristina Schütze und Kerstin Bertram, die sich bei dem Heimspielen  als Kampfgericht zur Verfügung gestellt haben. Danke an Alfred Rother, der sich um das Torwarttraining gekümmert hat. Danke an alle Eltern, die uns bei den Spielen immer in so großer Anzahl unterstützt und sich auch bei Heimspielen um das Catering gekümmert haben. Jetzt bleibt mir nur noch, mich noch von unseren 99ern zu verabschieden, die nun in den Damenbereich wechseln werden. Nele, Hanna, Lea G, Lea J. und Laura, Danke für die schönen Jahre mit euch und weiterhin viel Erfolg!

Es spielten: Mareike Junge (TW), Hanna Rother (TW), Hannah Müller (2), Louise Arndt, Marie Elliehausen, Mirja Dowe, Lea Gerull, Anneke Schütze, Isabeau von Roden (3), Laura Müller (3), Nele Behrends (12), Jule Bertram, Aline Resebeck (4), Corinna Aue (4).

 

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