11032017 northeim vorbericht gtBurgenteam will sich wehren
HSG Plesse-Hardenberg empfängt am Sonnabend Spitzenreiter Northeimer HC
Bovenden. Hohe Brisanz verspricht am Sonnabend das Nachduell zwischen dem heimstarken Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg und dem ungeschlagenen Spitzenreiter Northeimer HC. Anpfiff ist um 19 Uhr in der mit rund 500 Fans wohl ausverkauften Bovender Sporthalle am Wurzelbruchweg.

„Die Hütte wird brennen“, verspricht jedenfalls HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe, der bei zu erwartendem Andrang auf rechtzeitiges Erscheinen verweist. Dabei kommen Erinnerungen an das Hinspiel am 30. Oktober auf. Damals hatte die HSG mit dem 24:24 völlig überraschend einen Punkt aus der Northeimer Schuhwallhalle entführt. „Dieser Punkt stand für die Moral meiner Truppe“, ist Böning-Grebe heute noch angetan: „Das war eine saubere Sache.“ Dabei bewies Patrick Schindler genau mit dem Schlusspfiff Nerven wie Drahtseile und lochte zum ersten Auswärtspunkt des Burgenteams ein. Eine Wiederholung dieses Teilerfolges wird schwer. Das weiß auch HSG-Neuzugang Jan-Niklas Falkenhain, nach seiner überstandenen Schulter-OP am vergangenen Sonntag aufmerksamer Beobachter des Northeimer 35:25-Sieges gegen die HG Rosdorf-Grone: „Hoffentlich hilft uns unsere Heimstärke“, gibt „Falke“ seinen Teamkollegen ein Stück Zuversicht mit auf den Weg.

Plesse-Hardenberg sieht sich in der Außenseiterrolle, setzt aber auf den Heimvorteil in einer vollen Halle.

Beide Seiten zeigen jedenfalls im Vorfeld des Derbys Respekt voreinander: „Es wird schwer. Plesse ist ein unange-nehmer Gegner,“ weiß Northeims überragender Torwart Marcel Amgart, dessen ebenso starker Kollege Sönke Pförtner auch schon gegen Rosdorf-Grone ein Turm in der Schlacht war. Laut HSG-Routinier Thomas Reimann sei das Burgenteam klarer Außenseiter, „aber es ist ein Derby, und wir werden uns für die Punkte zerreißen. Einfach werden wir es Northeim auf jeden Fall nicht machen.“

Schwächephasen wie beim jüngsten 27:27 in Wittingen darf sich die HSG Plesse-Hardenberg nicht erlauben: „Diese gilt es abzustellen, wenn wir eine Minimalchance haben wollen“, mahnt Torjäger Christian Brand, der gerade für ein weiteres Jahr unter der Burg verlängert hat. „Northeim ist allein schon im Rückraum deutlich besser besetzt als wir. Es gilt in diesem Prestigeduell daher für uns, dass wir nicht unter die Räder kommen“, sagt Böning-Grebe. Allein Christian Stöpler (98) und Sören Lange (88) können für Northeim schon ein Spiel entscheiden.

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Patrick Schindler von der HSG Plesse-Hardenberg hat zuletzt starke Nerven gezeigt, will sich auch gegen den Spitzenreiter aus Northeim beweisen.foto: Wenzel