11032017 northeim bericht hnaAuch Plesse kann den Tabellenführer nicht gefährden
NHC ist nicht zu bremsen 
Bovenden. Im Grunde war das mit Spannung erwartete Oberliga-Derby zwischen der HSG Plesse-Hardenberg und Tabellenführer Northeimer HC, das mit 32:25 (9:15) für den Favoriten endete, bereits nach neun Minuten entschieden. Vor 500 Zuschauern erwischte der NHC einen Blitzstart: Er führte 5:0. Das auch, weil der beste Gästespieler, Torwart Marcel Armgart, bis dahin gar nicht zu bezwingen war. Ihm stand sein Gegenüber Christian Wedemeyer allerdings nur wenig nach.

Auch der parierte über ein Dutzend schwerste Würfe, konnte damit aber gegen das beeindruckende Wurfrepertoire der Gäste nur Schlimmeres verhindern.

Ihr stärkste Phase hatten die unverdrossen kämpfenden Gastgeber zwischen der 24. und 41. Minute, als sie den 5:13-Rückstand auf 16:19 verkürzten. Doch Northeim, das von der HSG über weite Strecken ans Leistungslimit gezwungen wurde, schlug zurück: Beim 18:23 (47.) war der alte Abstand wieder erreicht.

Einig waren sich die Trainer nach dem Spiel. „Wir haben von Anfang an konzentriert gespielt, und haben uns selbst durch die vielen Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen lassen“, freute sich Northeims Carsten Barnkothe. „Wir haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden“, bedauerte HSG-Coach Dietmar Böning-Grebe den Fehlstart seiner Mannschaft. Danach habe seine Sieben den anfänglich (zu) hohen Respekt vor dem Tabellenführer abgelegt.

Als problematisch beurteilte er die schwer vorhersehbaren Entscheidungen der Göttinger Schiris Klaus Henniges und Frank Klinkermann: Mal gab es für ein Defensiv-Foul nur den Freiwurf, das andere Mal für ein durchaus vergleichbares Foul aber einen Frei- oder Strafwurf und zusätzlich zwei Minuten. 21 Mal mussten Spieler auf Zeit von der Platte. Sebastian Herrig (HSG) sowie Jannes Meyer und Paul Merten Seekamp (NHC) gleich drei Mal.

Die Fans bekamen ein Topspiel geboten, weil der Gast 60 Minuten meisterlich aufspielte, während der nie aufgebende Gastgeber 50 Minuten lang auf Augenhöhe dagegen hielt.

Plesse-Hardenberg: Wedemeyer, Ahlborn - Brand 7/1, Gloth 5/1, Lapschies 4, Reimann 4, Jetzke 2, S. Schindler 2, P. Schindler 1, Endler, Glapka, Herrig, Regenthal.

Northeim: Armgart - Lange 7, Meyer 7, Krebs 6/3, Gerstmann 5, Stöpler 5, Kühn 1, Strupeit 1, Dewald, Haberecht, Kolletzko, Seekamp, Wittwer. (eko)

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Die Freude muss raus: Nach dem Schlusspfiff klatschten die Northeimer zufrieden miteinander ab, vorn Jan-Sebastian Witwer (links) und Paul-Marten Seekamp. Fotos: zje