11032017 northeim bericht gt1Northeim überrennt Burgherren 
HSG Plesse-Hardenberg verliert in eigener Halle mit 25:32 (9:15)

Bovenden. Vor mehr als 500 Zuschauern musste sich die HSG Plesse-Hardenberg in der ausverkauften Bovender Sporthalle dem weiterhin ungeschlagenen Oberliga-Spitzenreiter Northeimer HC beugen. Der Aufsteiger unterlag mit 25:32 (9:15). „Wir haben die ersten zehn Minuten verschlafen“, ärgerte sich der Ex-Northeimer Sönke Lapschies. 5:0 führten die favorisierten Gäste, ehe das Burgenteam mit dem Tor durch Christian Brand zum 1:5 (11.) ein erstes Lebenszeichen von sich gab: „In dieser Phase hatten wir offensichtlich zu viel Respekt vor Northeim“,

sagte HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe zu den Ursachen des Fehlstarts. „Wir haben dann durch unseren kämpferischen Einsatz ins Spiel gefunden, aber da war der Zug wohl schon abgefahren“, so Rückraum-Routinier Thomas Reimann.

Zehn verschlafene Anfangsminuten können die Gastgeber nicht mehr aufholen.

Northeim gab anfangs ein hohes Tempo vor und konterte die Gastgeber geschickt aus. Und als im weiteren Spielverlauf die HSG beim 17:20 (41.) durch Reimann und Brand mit dem 20:23 auf drei Tore verkürzte, da witterte das Burgenteam Morgenluft. Doch ohne Erfolg: „Wir haben uns trotz der vielen Zeitstrafen und zwei roter Karten nicht aus dem Konzept bringen lassen“, betonte NHC-Trainer Carsten Barnkothe den Siegeswillen seiner Mannschaft. Jeweils knapp ein Dutzend Zeitstrafen hüben wie drüben brachten die Partie nicht selten aus dem Rhythmus. Dabei erwischte es auf Seiten der HSG Herrig (54.) sowie beim NHC Meyer (45.) und Seekamp (52.) mit dem vorzeitigen Aus. Jeweils vier Siebenmeter verhängten die Schiedsrichter auf beiden Seiten. Dank der starken Torhüter Christian Wedemeyer (HSG) und Marcel Amgart (NHC) verwandelte Northeim durch den Ex-Rosdorfer Marlon Krebs drei und Plesse-Hardenberg durch Christian Brand und Eike Gloth nur zwei Strafwürfe.

Der mit 125 Treffern erfolgreichste Northeimer Torjäger Christian Stöpler lobte die unterlegenen Gastgeber als „eine gute, junge Truppe, die uns zwischenzeitlich das Leben schwer gemacht hat“. Schließlich begegnete das Burgenteam dem Spitzenreiter gut 40 Minuten auf Augenhöhe. „Das war Werbung für den Handballsport in Südniedersachsen“, meinte Vorstandssprecher Holger Lapschies. – HSG: Wedemeyer, Ahlborn – Brand (7/1), Gloth (5/1), Lapschies, Reimann (je 4), Jetzke, S. Schindler (je 2), P. Schindler (1), Endler, Herrig, Glapka, Regenthal – Für Northeim trafen Lange, Meyer (je 7) und der ehemalige Rosdorfer Krebs (6/3) am besten.

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Kein Durchkommen: Malte Jetzke (2.v.l.) hat es schwer gegen die Northeimer Deckung.foto: Theodoro da Silva