Plesse ohne Chance in Hameln 
Hameln. Mit dem 18:27 (8:12) beim Zweiten VfL Hameln haben die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg am Samstag ihre bisher höchste Saisonniederlage kassiert. Noch nie warf der Aufsteiger in 60 Oberliga-Minuten weniger Tore, und noch nie war bei den bisher neun Niederlagen die Tordifferenz gegen ihn so hoch ausgefallen. Trainer Dietmar Böning-Grebe: „Northeim vor einer Woche und jetzt Hameln haben uns unsere Grenzen aufgezeigt.“

Dass es schwer werden würde beim Spitzenteam, war schon vor dem Anpfiff klar. Abermals drückte dem Burgenteam der Schuh im Rückraum. Malte Jetzke fehlte, der angeschlagene Marvin Grobe konnte nur eingeschränkt trainieren, und auch Sebastian Schindler braucht seine Pausen. Blieben uneingeschränkt noch drei Akteure: Eike Gloth, Thomas Reimann und Christian Brand.

Reimann schied gegen die stellenweise knüppelhart einsteigende VfL-Abwehr mit blutender Nase aus - ob sie gebrochen ist, muss noch geklärt werden - und Brand erwischte am Sonnabend einen rabenschwarzen Tag, so Böning-Grebe. Und da auch Rechtsaußen Patrick Schindler Ladehemmung hatte, brachten es die beiden Goalgetter zusammen auf gerade einmal drei Tore. Zu wenig für einen Anspruch auf Zählbares. So blieb es nicht aus, dass die Gastgeber sich nach ihrem Blitzstart (5:1/ 9. Minute) kontinuierlich absetzten: über 16:10 (37.), 19:12 (47.) und 24:16 (55.) bis auf 26:17 (58.). Gut für die Tordifferenz war eigentlich nur, dass der VfL gleich vier Siebenmeter liegen ließ.

HSG: Ahlborn, Wedemeyer - Glapka 7/7, Grobe 3, Brand 2/1, Gloth 2, Herrig 2, Meyer 1, P. Schindler 1, Endler, Lapschies, Reimann, S. Schindler. (zdz)