25032017 duderstadt bericht hna

hna logo TV Jahn Duderstadt siegt 32:30 beim Burgenteam
Kempa als Schlusspunkt
Bovenden. Mit dem 30:32 (11:19) gegen den Tabellenvierten TV Jahn Duderstadt kassierten die Oberliga-Handballer der HSG Plesse/Hardenberg am Samstag vor ausverkauftem Haus die dritte Niederlage in Serie. Als der verletzt zusehende Thomas Reimann zur Pause den Seinen Mut machte („Die zweite Halbzeit geht an uns.“), da klang das – angesichts der bisherigen Vorstellung und des 11:19-Rückstandes – ein wenig nach Pfeifen im dunklen Keller. Und was machte sein Team? Es gewann die zweiten 30 Minuten mit 19:13 – und das auch hoch verdient!

Der Aufsteiger hatte die Partie anders als zuletzt gegen Northeim oder in Hameln ordentlich begonnen: Herrig und Brand warfen das 2:0 (2. Minute) heraus. Torhüter Wedemeyer hielt seinen Vorderleute mit einer Reihe sehenswerter Paraden zunächst den Rücken frei. Doch das half wenig, weil die HSG nach Glapkas 3:1 (3./per 7m) bis zu Glapkas 6:13 (22./mit dem dritten verwandelten Siebenmeter) nur ein einziges Feldtor warf.

Kommando nach fünf Minuten

Die Eichsfelder übernahmen in Bovenden nach fünf Minuten das Kommando, führten erstmals beim 4:3 (8.) und bauten diese Führung auf acht Treffer aus (13:5/21.). „In dieser Viertelstunde haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, ärgerte sich HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe: „Das war so nötig wie ein Kropf.“ Naturgemäß gefiel die erste Halbzeit dem Duderstädter Trainer Thomas Brandes wesentlich bessser: „Perfekt“, so sein Urteil! Zum zweiten Abschnitt merkte er an: „Wir haben nach der Pause gegen die stark kämpfenden Plesser einfach den Faden verloren.“ Für diesen Abschnitt lobte Böning-Grebe vor allem „die Moral ohne Ende“, die seine Spieler trotz des hohen Rückstandes bewiesen hätten. Gestützt auf einen stark haltenden Markus Ahlborn machten die Hausherren Tor um Tor gut. Und bei Patrick Schindlers 28:29 (55.) lag das glückliche Ende dieses Abends förmlich in der Luft. Doch der eingewechselte Julian Zwengel stand dem Punktgewinn des Burgenteams mit zwei Riesenparaden im Wege.

Die Abwehr aber wurde zur Problemzone, auch weil sie an diesem Abend immer wieder von außen her überwunden wurde. Am besten, als Hrvoje Batinovic für Bence Kanyo zum Kempa auflegte (60.).

HSG: Wedemeyer, Ahlborn - P. Schindler 8, Glapka 6/5, Brand 5, Gloth 3, Grobe 3, Herrig 2, Lapschies 2, Brill 1, Endler, Jetzke. Meyer, S. Schindler.

TV Jahn: Trojanski, Zwengel, Dröscher - Batinovic 9, Kanyo 7, Effenberger 4, Fritsch 4, Schuldes 4, V. Grolig 2, N. Grolig 1, Mittelstedt 1, Hupe, Kiss, Rollheuser. (eko)

25032017 duderstadt bericht hna

Durchgesetzt: Plesses Marvin Grobe (am Ball) wird von den Duderstädter Brüdern Valentin (links) und Nikolas Grolig am Kreis attackiert, kommt aber dennoch zum Wurf. Foto: Jelinek/gsd