26032017 duderstadt bericht gt neugT logoGastgeber verringert Rückstand gegen Duderstadt in der Endphase, verliert aber

Die zwei Gesichter der HSG Plesse
Bovenden. Der Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg hat in der gut gefüllten Bovender Sporthalle das Kreisderby gegen den TV Jahn Duderstadt nur knapp mit 30:32 (11:19) verloren. Setzten die heimischen Zuschauer nach einer deprimierenden ersten Halbzeit fast schon keinen Pfifferling mehr auf die Gastgeber, so lenkte die HSG die zweite Hälfte in eine krimireife Endphase, in der mit etwas Glück sogar noch ein Unentschieden möglich gewesen wäre.

3:1 (3.) lag Plesse-Hardenberg vorn, ehe der Traum von einem besseren Abschneiden urplötzlich wie eine Seifenblase platzte. Mit einem 7:0-Lauf von 6:5 (12.) auf 13:5 (21.) hatte Duderstadt um den zuverlässigen Schlussmann Trojanski und die zum Saisonende scheidenden Torjäger Batinovic und Kanyo die zwischenzeitlich hilflosen Gastgeber förmlich ausgekontert und das Spiel im ersten Durchgang faktisch schon gewonnen. „In dieser Phase haben wir nur unterirdischen Handball gezeigt, das Spiel komplett aus der Hand gegeben und den Kopf verloren“, haderte Plesses Trainer Dietmar Böning-Grebe. „Das war einfach unnötig“, konnte er sich nach dem Spielablauf kaum beruhigen.

In der Folge haderte Björn Breckerbohm, Co-Trainer des TV Jahn: „Wir haben nach der Halbzeit nicht mehr ins Spiel zurückgefunden. Aber Hauptsache, wir haben gewonnen.“ Die HSG war wie verwandelt aus der Kabine gekommen: „In der zweiten Halbzeit lieferten unsere Jungs das bestimmt beste Spiel der Saison und sind letzten Endes nur knapp gescheitert“, beschrieb HSG-Vorstandssprecher Holger Lapschies das Wechselbad der Gefühle. Mit unbändiger Moral kämpfte sich das Burgenteam heran: von 10:19 (30.), über 16:20 (37.) und 26:28 (53.) und das nie erahnte 29:30 (56.). Die tobenden Fans witterten plötzlich eine Überraschung, doch die HSG ließ ein, zwei gute Torgelegenheiten liegen. – HSG-Tore: P. Schindler (8), Glapka (6/5), Brand (5), Gloth, Grobe (je 3). Herrig, Lapschies (je 2), Brill (1) – Die meisten TVJ-Treffer erzielten Batinovic (9), Kanyo (7), Effenberger, Fritsch und Schuldes (je 4). nd

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Aus dem Rückraum im Kreisderby erfolgreich: Plesse-Spieler Christian Brand (r.).foto: Schneemann