09092017 vorsfelde volker berichtHSG Plesse-Hardenberg überzeugt trotz Niederlage
Bovenden. Handball-Oberligist HSG Plesse-Hardenberg hat den weiterhin verlustpunktfreien Titelaspiranten MTV Vorsfelde an den Rand einer Niederlage gebracht. Auch die HG Rosdorf-Grone ging leer aus.

HSG Plesse-Hardenberg – MTV Vorsfelde 24:25 (10:13). Am Ende ist die Überraschung – trotz einer sehr couragierten Vorstellung des Außenseiters – ausgeblieben: Die HSG musste sich gegen den MTV Vorsfelde nur knapp geschlagen geben. „Ich muss der Mannschaft ein riesiges Kompliment für eine richtig gute Leistung machen und dafür, was sie trotz der schwierigen Umstände investiert hat“, sagte HSG-Coach Dietmar Böning-Grebe.

Nach vier bekannten Ausfällen musste die HSG auch noch kurzfristig auf den an Grippe erkrankten Torjäger Christian Brand verzichten. Dafür kam der reaktivierte Teammanager Thomas Reimann (34) aufs Feld. Und der hatte in einer höchst spannenden Schlussoffensive sogar den Sieg in der Hand, doch sein Wurf landete nur am Pfosten. Mehr Glück hatte im Gegenzug der Vorsfelder Marco Basile, der mit der Schlusssirene den 25:24-Sieg perfekt machte: „Alles oder nichts“ war zu Beginn von Trainer Dietmar Böning-Grebe angesagt, doch am Ende war den Gastgebern die Ernüchterung ins Gesicht geschrieben: „Es war sogar ein Sieg drin. Mindestens ein Punkt wäre verdient gewesen“, betonte der Coach. „Wir haben einen richtig guten Ball gespielt.“ Und das mit einer über weite Phasen gut stehenden 3:3-Deckung: „Das war großer Kampf, einfach nur eine tolle Leistung“, ließ Thomas Reimann unter den gegebenen Umständen wissen. Und die erfuhren nach elf Minuten einen weiteren Dämpfer. Kapitän und Kreisläufer Sebastian Herrig sah nach einem Foul die rote Karte. Den ersten Heimtreffer der Saison erzielte der starke Neuzugang Malte Sültmann nach 57 Sekunden per Siebenmeter. Bis zum 5:4 (10.) lag die HSG in Front und egalisierte in der Folge immer wieder, zuletzt nach dem 21:24 Rückstand zum 24:24 rund 30 Sekunden vor Schluss durch den stark auftrumpfenden Patrick Schindler. – HSG: P. Schindler (7), Sültmann (6/2), Reimann, Smidt (je 3), Herrig, Meyer (je 2), Lapschies (1). Hartfiel (7/1) und Kühlbauch (4) erzielten die meisten Vorsfelder Tore.

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FOTO: Volker Herrig

HSG Schaumburg Nord – HG Rosdorf-Grone 37:31 (22:15). Von der ersten bis zur letzten Minute lief die HG einem Rückstand hinterher. Dabei profitieren die Gastgeber vor allem von Rosdorfer Fehlern. Aber auch die Abwehr verdiente sich keine Lorbeeren. Bevor der gerade aus der eigenen Jugend zu den Herren gewechselte Marvin Hornig (19) in der 29. Minute sein erstes Oberligator erzielte, war die HSG bereits mit 21:13 enteilt. „Wir waren in den ersten 20 Minuten der ersten Hälfte einfach nicht mit dem Kopf auf dem Platz“, hielt Trainer Lennart Pietsch seinem Team recht deutlich vor: „Das war ausschlaggebend für die Niederlage.“ Im zweiten Durchgang lief es deutlich besser: „Wir haben es aber dann schlichtweg versäumt, uns zu belohnen.“ – HG: Sievers (10/6), Menn (6), Ruck (4), Kutz, Osei-Bonsu (je 3), Wächter (2), Hornig, Messerschmidt, Quanz (je 1).