Patrick SchindlerHG schlägt Hameln, Plesse siegt in Söhre
Handball-Oberligist HG Rosdorf-Grone hat die weiter sieglose SG Hameln klar mit 29:24 (17:11) geschlagen. Damit gewann das Team von Lennart Pietsch auch sein zweites Heimspiel. Die HSG Plesse-Hardenberg gewann beim Aufsteiger SF Söhre deutlich mit 30:23 und feierte den ersten Saisonsieg.

SF Söhre – HSG Plesse-Hardenberg 30:23 (11:11).

Begeistert war nicht nur Trainer Dietmar Böning-Grebe vom gelungenen Auftritt seines Teams: „Hut ab vor der Mannschaft. An solch einen klaren Sieg hatte ich nie gedacht.“ Im ersten Durchgang spielten beide Teams auf Augenhöhe. Dem 1:0 (3.) durch Eike Gloth folgte ein 3:7 Rückstand (14.), den die HSG schnell wegsteckte. Erneut war es Gloth, der den 11:11-Pausenstand besorgte. Dann allerdings legte das Burgenteam trotz seinen begrenzten personellen Möglichkeiten mächtig zu und ließ sich auf dem Weg zum Sieg nicht mehr aufhalten. Einen großen Tag erwischte dabei Rechtsaußen Patrick Schindler, der mit seinen elf Toren entscheidend zum Erfolg beitrug. – HSG: P. Schindler (11), Brand (7/1), Gloth (5), Smidt (4), Lapschies, Ozimek, Sültmann (je 1).

HG Rosdorf-Grone – SG Hameln 29:24 (17:11).

Die Gastgeber waren zumindest in der ersten Halbzeit hellwach, nachdem der insgesamt stark auftrumpfende Markus Wächter nach 30 Sekunden den Torreigen eröffnet hatte. Über 3:0 (6.),8:4 (15.) und 16:9 (28.) sorgte die HG zwischenzeitlich für eine klare Führung. „Wir waren die erste Halbzeit klar überlegen. Wir haben eine gute Abwehr gestellt und hohes Tempo nach vorne gezeigt“, war Trainer Lennart Pietsch nach dem ersten Durchgang hocherfreut. Auf der Gegenseite haderte Hamelns Trainer Frank Huchzermeier mit dem Schicksal: „Insgesamt war unsere Wurfausbeute eine Katastrophe.“

Deutliche Pluspunkte sammelte die HG Rosdorf-Grone mit ihren elffachen Torschützen Hendrik Sievers („Wir sind glücklich über zwei weitere Punkte gegen den Abstieg“) sowie auf den Außenbahnen über die jungen Sebastian Kutz und Jannik Burgdorf sowie Mittelsmann Markus Wächter. Die Torhüter Julian Krüger (3) und Niklas Seebode (1) parierten insgesamt vier Siebenmeter. Die Schattenseite: Die HG nahm sich wie mittlerweile gewohnt wieder eine rund 15-minütige „Auszeit“ – diesmal gleich nach dem Seitenwechsel. „Wir haben den Ball nicht mehr so gut laufen lassen“, entschuldigte sich der gut aufgelegte Rechtsaußen Yannik Burgdorf. Dennoch ließen die Hausherren nicht mehr als eine zwischenzeitliche Ergebniskosmetik zu, zumal Hameln nun auch deutlich besser verteidigte. Bis auf 19:17 (42.) oder 24:22 (54.) kamen die Gäste ran. Doch auch darauf hatte Rosdorf-Grone immer wieder eine Antwort und bewahrte auch am Ende einen kühlen Kopf. Und das auch mit dem oberligaerfahrenen Marcel Schulz aus der zweiten Mannschaft, der zwei Tore beisteuerte. „Jetzt wollen wir am kommenden Freitag in Bovenden im Derby bei der HSG Plesse-Hardenberg den ersten Auswärtssieg. Wir sind schon alle heiß“, lässt Torjäger Sievers bereits heute wissen. – HG: Sievers (11/6), Kutz (4), Burgdorf, Osei-Bonsu, Menn, Wächter (je 3), Schulz (2).