Souveräner Sieg trotz Personalsorgen
Nachdem wir letzte Woche denkbar unglücklich gegen den haushohen Favoriten Vorsfelde die Punkte vergeben haben (der ein oder anderen wird sich noch mit Schrecken an die letzten 5 Sekunden erinnern…), haben wir am vergangenen Sonntag in Söhre doppelt gepunktet und unseren ersten Saisonsieg eingefahren. Dabei waren die Vorzeichen nochmal schlechter als schon in der letzten Woche. Durch Verletzungen, berufliche Verpflichtungen, Urlaube und eine blaue Karte aus einem A-Jugendspiel war unser Rückraum sehr dezimiert. Letztlich sind wir mit zwei gelernten Rückraumspielern in das Hildesheimer Umland gereist, sodass wir uns wie schon letzte Woche etwas einfallen lassen mussten. In Söhre hieß das: Malte Sültmann (eigentlich Linksaußen, aber mit seinen 1,90 wie gemacht für den Rückraum) oder Basti Herrig (eigentlich Kreisläufer, siehe oben) auf den Halbpositionen und wieder ist unser Plan fast perfekt aufgegangen.

Zunächst legten die Aufsteiger aus Söhre mit ihrer jungen und individuell starken Truppe ein hohes Tempo vor und führten im Lauf der ersten Halbzeit meist mit drei oder vier Toren. Wir ließen uns allerdings nie aus der Ruhe bringen und spielten geduldig unsere Angriffe herunter. Dabei kam uns zugute, dass die Söhrer Ende der ersten Halbzeit begannen, individuelle Fehler zu machen, was wir zu einem 3:0 Lauf kurz vor der Halbzeit nutzten (Halbzeitstand 11:11). Dieses Muster zog sich dann durch die komplette zweite Halbzeit. Zunächst waren Söhre und wir auf Augenhöhe (20:21 in Minute 45). Dann begann der Gegner individuelle Fehler zu machen, während wir konzentriert blieben und uns souverän Tor um Tor absetzten, sodass am Ende ein (vielleicht etwas zu hoher) Sieg mit sieben Toren heraussprang.

Herauszuheben ist im Angriff einerseits Henner, der trotz einer anfliegenden Grippe ein fast fehlerfreies Spiel ablieferte, sowie andererseits Paddy, der mit seinen 11 Toren den eigentlich gut aufgelegten gegnerischen Torwart zur Verzweiflung brachte. Letztlich legten wir aber wieder in der Abwehr den Grundstein für ein starkes Spiel: zum dritten Mal in dieser Saison kassierten wir nur 25 Gegentore oder weniger. Im Moment ist es fast egal, welche Abwehrformation wir spielen: Alle sind hellwach, machen kaum Fehler und gewinnen die wichtigen Zweikämpfe. Somit haben wir bisher die wenigsten Gegentore der Oberliga kassiert. So kann es weitergehen, am besten schon heute im Derby gegen die Rosdorfer Kreisrivalen!