22092017 rosdorf bericht hna1HSG Plesse-Hardenberg gewinnt dank Endspurt gegen HG Rosdorf-Grone

Bovenden. Mit 25:21 (11:12) gewannen die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg am Freitagabend in der Sporthalle am Wurzelbruchweg das südniedersächsische Derby gegen die HG Rosdorf-Grone. Die trat ohne Mathis Ruck und Maximilian Zech an. Dafür sprang Routinier Aaron Frölich ein. In der vor circa 500 Zuschauerinnen und Zuschauern intensiv geführten Partie sah es für die Gäste lange Zeit so aus, als sollten sie zwei Zähler (11:9/27. Minute) oder doch wenigstens einen Punkt (18:19/52.) mitnehmen können.

Dass das nicht gelang, lag an zwei Schwächephasen der HG: Von der 27. bis zur 42. Minute drehte das Burgenteam den 9:11-Rückstand in eine 16:13-Führung. Und als die HG Rosdorf-Grone wieder auf 18:19 heran war (52.), konterten die Hausherren mit einem 6:2-Zwischenspurt in nur sieben Minuten zum 25:20 (59.).

HG-Trainer Lennart Pietsch, der sich in der 55. Minute wegen zu heftigen Coachings eine gelbe Karte einhandelte, legte denn nach dem Abpfiff auch den Finger in die Wunde: „Das passiert uns nun zum vierten Mal in vier Spielen, dass die Mannschaft für zehn, 15 Minuten einfach abschaltet.“ Wenn dann auch noch die Angreifer gegen zwei starke Torhüter zu viel liegen lassen, dann sei eben nur schwer etwas zu holen. Immerhin bewirkte es etwas, dass die Gäste, die im Kern 6-0 deckten, Patrick Schindler extrem kurz nahmen: So kam er diesmal nur auf vier Tore.

Auf der Gegenseite setzte HSG-Coach Dietmar Böning-Grebe auf die bewährte 5-1-Abwehr; der Trainer nach dem Spiel: „Wir leben von der Abwehr!“ Über weite Strecken der Partie wurde Christian Brand nur im Angriff eingesetzt. Bei Ballverlust kamen Jonas Smidt (vor der Pause) oder Hauke Lapschies (in der zweiten Halbzeit) in den Abwehrverband. „Eigentlich“, sagt Böning-Grebe, „liebe ich diese Offensiv-Defensiv-Wechsel überhaupt nicht – sie gefährden das Spieltempo – aber Henner hat sich die ganze Woche mit Fieber geplagt und wird sich wohl auch gleich wieder hinlegen müssen. Da mussten wir zu dieser Lösung greifen.“

Neben der Abwehr vor den erneut starken Torhütern Christian Wedemeyer (bis zur Pause) und Marcus Ahlborn – sie wehrten zusammen drei Siebenmeter ab! – überzeugte der treffsichere Sebastian Schindler im Rückraum.

HSG: Ahlborn, Wedemeyer - Brand 8/2, S. Schindler 5, P. Schindler 4, Gloth 3, Herrig 3, Smidt 1, Sültmann 1, Endler, Grobe, Jetzke, Lapschies, Ozimek.

HG: Krüger, Seebode - Sievers 5/2, Frölich 4, Menn 3, Osei-Bonsu 3, Burgdorf 2, Wächter 2, Herthum 1, Kutz 1, Bonhoff, Knorr, Quanz. (eko)

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Freie Bahn: Plesses Malte Sültmann (am Ball) zieht aus dem Rückraum ab. Rosdorfs Hendrick Sievers reißt die Arme hoch, kann den Wurf aber nicht verhindern.  © Jelinek