Handball-Oberliga Männer: 27:26 in Schellerten
Siegtor fällt nach der Schlusssirene
Schellerten. Die letzten vier Sekunden des Handballoberligaspieles zwischen der SG Börde und der HSG Plesse-Hardenberg dauerten fast fünf Minuten: Die SG Börde hatte nach 59:56 Sekunden zum 26:26 ausgeglichen. Als danach HSG-Torhüter Christian Wedemeyer den Ball gedankenschnell zu Christian Herrig passte, versenkte der das Leder im leeren Tor. Die Hausherren hatten nämlich, um den einen Punkt noch zu retten, den siebten Feldspieler eingewechselt.

Was dann folgte, war die hohe Schule der Regelkunde: Das Tor wurde zurückgepfiffen, weil Herrig den Ball in der eigenen Hälfte angenommen hatte und nicht, wie die Regel es vorschreibt, im Mittelkreis mit einem Fuß an der Mittellinie. Stattdessen gab es aber einen Siebenmeter, weil zwei SGer nach dem 26:26 in der Absicht, möglichst schnell zurückzukommen, durch eben den Mittelkreis gelaufen waren. Und das wird seit dieser Saison mit einem Siebenmeter geahndet. Den verwandelte der nervenstarke Eike Gloth zum 27:26 (12:12)-Siegtreffer.

„Wir haben uns glücklich die Punkte zurückgeholt, die wir so unglücklich gegen Vorsfelde verloren hatten“, war HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe „mit dem Ergebnis zufriedener als mit den 14 Gegentoren nach der Pause.“

HSG: Ahlborn, Wedemeyer - Gloth 9/4, P. Schindler 5, Herrig 4, Jetzke 3, S. Schindler 3, Grobe 1, Lapschies 1, Ozimek 1, Smidt 1, Arndt, Endler. Sültmann. (eko)