Dreimal auswärts in Folge

In den letzten Wochen mussten wir dreimal in Folge in der Fremde spielen und haben unsere Sache dabei relativ gut gemacht. In Börde konnten wir uns ganz knapp mit 26:27 durchsetzen, während wir in Vorsfelde leider unsere (verdiente) zweite Niederlage kassiert haben. Anschließend mussten wir noch im eigentlich unbeliebten HVN Pokal in Uslar antreten und konnten uns dort souverän durchsetzen. Nun freuen wir uns aber, endlich wieder zu Hause spielen zu können!

Aber der Reihe nach… Das Spiel in Börde war die gesamte erste Halbzeit über sehr ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. In dieser Phase dominierte einmal mehr unsere starke Abwehr das Spiel, wir hatten die Hildesheimer Mannen um Shooter Kenny Blotor gut im Griff. Hauke erzielte dann kurz vor Ende der Halbzeit mit einem sehenswerten Rückraum (!)-Treffer den 13:13 Halbzeitstand. Das Spiel blieb bis zur Schlussphase sehr eng und ausgeglichen. Diese hatte es dann in sich: 17 Sekunden vor Schluss erzielte Basti Herrig vom Kreis das Führungstor. Wir mussten nun nur einen Angriff überstehen, um die 2 Punkte einzufahren. Leider kam Börde zu einem schnellen Abschluss über Linksaußen, da sie den Torwart ausgewechselt hatten und nun in Überzahl spielten. Das sollte sich allerdings rächen: Wede spielte den Ball blitzschnell zur schnellen Mitte und Basti versenkte den Anwurf direkt im Kasten der Börder. Sieg und zwei Punkte…Dachten wir. Allerdings hatten die Schiedsrichter schon Timeout gepfiffen, da einige Börder Basti am Anwurf hindern wollten. Nach scheinbar ewiger Diskussion entschieden die Schiedsrichter sehr zu Unmut der Börder Fans und Spieler (aber folgerichtig) auf Siebenmeter für uns. Stone Cold Eike Gloth blieb eiskalt und versenkte den Strafwurf, sodass wir mit zwei Punkt im Gepäck heimreisen konnten.

Ohne Punkte mussten wir dann leider in der folgenden Woche aus Vorsfelde abreisen. Die Spieler aus der Wolfsburger Vorstadt brachten uns damit schon die vierte Niederlage in 2017 bei…. In der ersten Halbzeit konnten wir gut mithalten, wieder mal, weil unsere Abwehr sehr gut arbeitete und nur 10 Tore zuließ. Leider ist der Grund für die Niederlage auch schnell auszumachen, wenn man sich den Halbzeitstand (10:6) anschaut: Wir konnten nur mickrige 6 Tore in 30 Minuten erzielen. Dabei brachten wir von der 8. Bis zur 32. Minute gar nur einen Ball im Vorsfelder Tor unter. Das ist natürlich zu wenig, wenn man beim Meisterschaftsfavoriten punkten möchte. Die zweite Halbzeit war dann deutlich offener und wir schafften es endlich, Tore zu erzielen. Leider hielten wir die Abwehr nicht mehr so dicht wie noch in der ersten Halbzeit, sodass der Vorsfelder Sieg nie wirklich ernsthaft in Gefahr war. Letztlich bleibt uns nichts anderes übrig als diese Niederlage abzuhaken, an diesem Tag war wohl einfach nicht mehr drin. Und zum Glück haben wir nun genug Spiele gegen Vorsfelde absolviert und werden die Mannen um Bert Hartfiel erstmal nicht mehr direkt wieder sehen.

Es sei denn, der HVN-Pokal beschert uns noch ein Duell gegen den MTV. Denn dort konnten wir souverän mit einem 35:24 gegen den Landesligisten Schoningen/Uslar/Wiensen die nächste Runde erreichen. Eigentlich weiß ja jeder, dass dieser Wettbewerb eher wenig Spaß macht. Vor allem, wenn man (wie meistens) in leeren Hallen auf unmotivierte Gegner trifft (oder gar auf Mannschaften die absichtlich verlieren). Letzten Samstag war aber das genaue Gegenteil der Fall. Die Halle war voll (300 Zuschauer) und der Gegner versuchte alles. So macht Pokal Spaß! Mal schauen, was uns dann in der nächsten Runde erwartet…