„Wundertüte“ der Liga in Bovenden zu Gast

Der Handball-Oberligist HSG Plesse-Hardenberg muss nach fünf Niederlagen in Folge endlich wieder zurück in die Spur kommen. Gelegenheit dazu besteht am Sonnabend in Bovenden, wenn das Burgenteam in der Sporthalle am Wurzelbruchweg den TSV Burgdorf III (19.15 Uhr) empfängt. Bovenden. Für die HSG ist es vor Weihnachten das erste von drei Heimspielen in Folge: „Es kommt also darauf an, dass wir jetzt endlich wieder punkten, sonst stecken wir ganz schnell mitten im Abstiegskampf“, gibt Rückraumspieler Malte Jetzke zu bedenken. „Burgdorf III ist ein unbequemer Gegner und gleicht einer Wundertüte, da man nie weiß, wer aus anderen Mannschaften des Clubs eingesetzt wird“, lässt Trainer Dietmar Böning-Grebe wissen.

Drei der vier Auswärtsspiele hat die Oberliga-Mannschaft der TSV Burgdorf verloren, nur einmal knapp mit 29:28 beim Lehrter SV gewonnen. Aufhorchen ließ der Gast Ende Oktober, als er den Titelaspiranten MTV Vorsfelde mit 39:26 aus der Halle fegte. Neuzugang Malte Sültmann konnte nach seinem Innenbandanriss einige Wochen nicht spielen, ist jetzt aber wieder dabei: „Die Mannschaft hat sich jüngst wieder spielerisch sowie kämpferisch verbessert gezeigt, jedoch zweimal knapp verloren. Wenn wir so zusammen weiterkämpfen, werden wir demnächst die wichtigen Punkte einfahren und uns belohnen.“ Patrick Schindler (49 Tore), hinter Christian Brand (58) zweitbester Werfer der HSG, erwartet „wie schon in der vergangenen Saison wieder ein schweres und sehr knappes Spiel. Wir hoffen, dass sich für Samstag alle angeschlagenen Spieler erholt haben.“ Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg will die TSV Burgdorf III erneut frühzeitig den Klassenerhalt sichern. „Ich gehe davon aus, dass die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheidet“, sagt der 43-jährige Trainer und ehemalige litauische Nationalspieler Andrius Stelmokas. In seinen späteren Wanderjahren hatte Stelmokas auch von Februar bis Juni 2011 bei der TG Münden Station gemacht. Heute streift er sich ab und zu noch das Trikot über und beweist, dass er immer noch für das ein oder andere Tor gut genug ist.

SF Söhre – HG Rosdorf-Grone (Sonntag, 17 Uhr) - Nach nunmehr sieben Niederlagen in Folge reist die HG in das 1400-Seelendorf Söhre im Landkreis Hildesheim. Der Ort hat sich mittlerweile einen Namen in der Handball-Szene gemacht. Die dortigen Sportfreunde haben schon zwei der vier Heimspiele verloren, unter anderem gegen die HSG Plesse-Hardenberg mit 23:30. Der Tabellensechste wird von Ex-Nationalspieler Sven Lakenmacher trainiert. Niklas Ihmann (53) rangiert in der internen Torschützenliste hinter Maximilian Kolditz (65), der 2011 mit Eintracht Hildesheim den Aufstieg in die 1. Liga geschafft hatte. Mittelfristig wollen die Sportfreunde Söhre ein fester Bestandteil der Oberliga Niedersachsen werden. „Das ist ein sehr guter Aufsteiger. Wir müssen den wurf- und spielstarken Rückraum kontrollieren. Nur dann haben wir eine Chance“, ist HG-Trainer Lennart Pietsch überzeugt.

Von Ferdinand Jacksch