09122017 muenden vorbericht hnaPlesse-Hardenberg hat Samstag die TG Münden zu Gast
Derby im Tabellenkeller
Nörten / Bovenden. Bis Weihnachten muss die HSG Plesse-Hardenberg in der Handball-Oberliga der Männer noch zwei Mal ran. Zunächst am Samstag: Da empfängt das Burgenteam ab 19.30 Uhr in Bovenden den unteren Tabellennachbarn, die TG Münden. Dem Oberliga-Rückkehrer, der vor der Saison seinen Mittelmann Justin Brand an Duderstadt verloren hatte, fehlte während der ersten Saisonphase (2:8 Punkte) im linken Rückraum der Spielmacher Christian Grambow. In dieser Zeit gelang allein der 22:20-Sieg bei Schlusslicht Rosdorf-Grone.

Aus den fünf Spielen mit Grambow gab es dann zwei Siege: mit dem 36:30 über Lehrte der bisher einzige Heimsieg und das 26:24 beim Vorletzten in Duderstadt. Die Drei-Flüsse-Städter haben also in den südniedersächsischen Derbys, die augenblicklich auch noch Vier-Punkte-Spiele um den Klassenerhalt sind, schon zwei Mal auswärts abgeräumt.

Dem soll in Bovenden der dritte Streich folgen, für den die TG neben Grambow vor allem auf Jens Wiegräfe (55/1 Tore) und Nico Backs (61/19) hofft. Das Handicap der Mündener: Mit Rechtsaußen Daniel Lieberknecht, dem einzigen Linkshänder im Kader, und mit Neuzugang Pascal Pfaffenbach fehlen verletzt gleich zwei Leistungsträger.


Beim Burgenteam wäre man froh über eine solche, vergleichsweise geringe Fehlquote. Hier nämlich fallen neben Jan-Niklas Falkenhain (hat allerdings mittlerweile das Training wieder aufgenommen) sowie den in dieser Woche an den Kreuzbändern operierten Malte Büttner und Kai Effler aktuell auch noch Eike Gloth (Kapselverletzung im Fingerbereich) und Marvin Grobe (Seitenbänder im Knie) aus.

Trainer Dietmar Böning-Grebe hat deswegen in den vergangenen zehn Tagen Linksaußen Malte Sültmann und Kreisläufer Sebastian Herrig quasi umgeschult, damit sie das verbliebene Rückraum-Trio Sebastian Schindler, Malte Jetzke und Christian Brand entlasten können. Trotz der nicht enden wollenden Verletzungsmisere ist Böning-Grebe durchaus optimistisch. „Wir sind zwar mehr angeschlagen denn je, aber es gibt keinen Grund zur Panik. Wenigstens Grobe, Gloth und Falkenhain werden zurückkommen. Und mit ihnen machen wir dann die Punkte, die wir zum Klassenerhalt benötigen.“ Bis dahin will die HSG „mitnehmen, was wir irgendwie mitnehmen können“. (zdz)

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Gemeinsam sind wir stark! Das Burgenteam will nach sechs Niederlagen in Serie im Derby gegen Münden endlich wieder punkten. Archivfoto: zje