16122017 dietmarHSG Plesse-Hardenberg sucht schon neuen Trainer
Die Oberliga-Männer der HSG Plesse-Hardenberg müssen sich einen neuen Trainer für die kommende Saison suchen. Warum der 59-jährige Dietmar Böning-Grebe aufhört, darauf möchte er auch vor dem letzten Punktspiel dieses Jahres am Sonnabend gegen die SG Börde nicht näher eingehen. Anpfiff ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle Bovenden. „Persönliche Gründe“, sagt Böning-Grebe lediglich – und will es derzeit dabei bewenden lassen. Nur so viel: Eine neue Herausforderung scheint nicht ausgeschlossen.


Tim Becker, HSG-Trainer der Drittliga-Frauen und gleichzeitig im Vorstand für den Leistungssport verantwortlich, sagte auf Tageblatt-Anfrage: „Zusammen mit dem Teammanager Thomas Reimann kümmere ich mich um einen neuen Trainer für unsere erste Herrenmannschaft. Wir sondieren den Markt, haben bisher aber noch keine Gespräche mit potenziellen Nachfolgern geführt. Das werden wir aber zeitnah tun.“ Dem Vernehmen nach denkt Tim Becker über seine Zukunft als Chefcoach der Drittligafrauen nach: „Zu den Damen kann ich noch keinerlei Auskünfte geben. Es laufen bereits erste Gespräche über die kommende Saison, aber mehr kann ich dazu momentan nicht sagen“, so Becker.


„Böning-Grebe hat seine Entscheidung erst der kompletten Mannschaft kundgetan“, bewertet Rückraumspieler Sebastian Schindler die Vorgehensweise „sehr positiv. Wir können das alle sehr gut nachvollziehen, der Trainer ist auch im Vorstand involviert und damit ist die zeitliche Belastung doppelt hoch.“ Für Kapitän Sebastian Herrig kam die Entscheidung etwas überraschend: „Ich persönlich finde es natürlich sehr schade, da Dietmar nicht nur Trainer, sondern schon seit längerem ein Freund für viele Spieler geworden ist. “

Jetzt steht erst noch einmal das Tagesgeschäft im Vordergrund. Während sich die meisten Oberliga-Männer bereits in die Weihnachtspause verabschiedet haben, müssen die HSG Plesse-Hardenberg und die SG Börde nachsitzen. Das Hinspiel im Kreis Hildesheim hatte das Burgenteam Ende September mit 28:27 gewonnen. Außerdem hatten die Gäste mit einem überraschenden 29:28-Erfolg bei der TG Münden und einem 28:28 beim TV Jahn Duderstadt aufgewartet. Mit dem jüngsten 24:22-Sieg beim Titelanwärter MTV Vorsfelde hatte zudem kaum jemand gerechnet.

„Wir haben in den letzten beiden Wochen sehr intensiv und mit guter Stimmung trainiert. Das hat man auch am vergangenen Wochenende gegen Münden gemerkt. Ich hoffe, dass wir die positive Stimmung aus Derbysieg und guter Trainingsmoral auch im Spiel gegen Börde aufs Parkett bringen können“, so HSG-Rückraumspieler Sebastian Schindler.
Foto: Herrig