HSG Plesse-Hardenberg holt zweiten Sieg in Folge
29:25-Erfolg über SG Börde sichert zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib
Bovenden. Schöne Bescherung: Dafür haben die Oberliga-Männer der HSG Plesse-Hardenberg am Abend vor dem dritten Advent gesorgt, nachdem zuvor die Drittliga-Frauen der HSG beim 21:14 gegen TuS Kriftel aus dem Taunus ihren ersten Saisonsieg gefeiert hatten.  Das Team um Kapitän Sebastian Herrig gewann im 13. Pflichtspiel gegen die SG Börde Handball mit 29:25 (15:11) und fuhr damit zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib ein. Eine Woche zuvor hatte das Burgenteam im Derby gegen die TG Münden mit 27:23 (16:14) gewonnen: Pluspunkte, die am Sonnabend eine fröhliche Weihnachtsfeier der Frauen- und Männerteams garantierten.

Vor rund 200 Zuschauern war der Gast aus dem Landkreis Hildesheim nach dem ersten Treffer (57 Sekunden) des gut aufgelegten Torjägers Christian Brand mit 2:1 und 3:2 (6.) in Führung gegangen. Dann übernahm für den Rest der Spielzeit die HSG das Ruder und legte in der 31. Minute einen scheinbar klaren 16:11 Vorsprung auf die Platte.

Börde ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken, blieb im wahrsten Sinne des Wortes am Ball und verkürzte in der Folge auf 17:18 (39.) und 20:21 (44.). Dennoch ließ sich das Burgenteam nicht aus dem Konzept bringen und gab in scheinbar kritischen Phasen immer wieder die passenden Antworten, die am Ende zu einem klaren Sieg reichten. Dabei ragte zum Beispiel Torjäger Christian Brand heraus, der mit zwölf Toren einen beachtlichen Beitrag zum Erfolg lieferte und damit seine Zwischenbilanz auf 76 Treffer ausbaute.

„Er war über die volle Distanz präsent und hat eine gute Quote gemacht“, lobte Trainer Dietmar Böning-Grebe seinen mit Abstand besten Werfer. Anerkennung heimste auch Sebastian Endler ein, der auf der ungewohnten Rechtsaußenposition für Wirbel sorgte, nachdem dort Patrick Schindler mit einer Schulterverletzung ausscheiden musste. „Ich habe mir keinen Kopf gemacht, hatte Spaß und habe einfach draufgeballert. Und in der Deckung haben wir gut gestanden.“

„Wir hatten einfach die bessere Bank“, beschrieb Böning-Grebe den Schlüssel zum Erfolg. „Der Sieg gegen Münden hat uns Selbstvertrauen gegeben. Wir haben in der Abwehr gut gestanden und vorne geduldig gespielt“, meinte Brand. „Wenn man mit vier Toren vorne liegt, dann hat man verdient gewonnen. 29 Gegentore sind zu viel. Wir haben unser Überzahlspiel nicht genutzt“, erkannte SG-Trainer Markus von Aspern den Sieg der Hausherren neidlos an.
Das nächste Punktspiel bestreitet das Burgenteam am 13. Januar 2018 beim Tabellenführer MTV Großenheidorn, ehe das mit Spannung erwartete Derby gegen den TV Jahn Duderstadt am 19. Januar angesagt ist. Inzwischen sondieren der für den Leistungssport verantwortliche Tim Becker und Teammanager Thomas Reimann den Markt auf der Suche nach einem neuen Trainer. Der noch bis zum Saisonende engagierte Coach Dietmar Böning-Grebe soll in der Spielrunde 2017/18 von einem neuen Übungsleiter ersetzt werden.

HSG: Brand (12/6), Endler (5), Lapschies (3), Glapka, Herrig, P. Schindler (je 2), Meyer, Reimann, Sültmann (je 1).