19012018 duderstadt vorschau gtHSG Plesse gegen Duderstadt:

Das Duell Brand gegen Brand
Hohe Brisanz verspricht das Kreisderby der Oberliga-Männer zwischen der HSG Plesse-Hardenberg und dem TV Jahn Duderstadt. Anpfiff in der Sporthalle Bovenden am Wurzelbruchweg ist bereits am Freitag um 20 Uhr. Zwei Spieler stehen dabei besonders im Fokus. Bovenden/Duderstadt. Brand gegen Brand – so heißt das brandgefährliche Duell der beiden erfolgreichsten Torjäger ihres Teams. Christian Brand (83 Treffer) will den Hausherren auf dem Weg zum Klassenerhalt zu zwei weiteren Punkten verhelfen. „Das Spiel wird in der Abwehr gewonnen. Die Mannschaft mit der besseren Defensive wird das Spiel für sich entscheiden.

Wir haben den breiteren Kader und sind nicht so ausrechenbar, deswegen werden wir das Spiel knapp gewinnen.“ Eine klare Kampfansage, die der Duderstädter Justin Brand (93 Tore) annehmen will. Kämpfen können die Duderstädter. Das haben sie jüngst im Heimspiel gegen Hameln einmal mehr bewiesen. Was nützt es aber, wenn es am Ende nicht reicht? „Wir müssen unseren Kampfgeist nur sinnvoll umsetzen“, macht der zu Saisonbeginn von der TG Münden gekommene Justin Brand seinen Mitspielern Mut.
Eine weitere Niederlage können sich die Duderstädter eigentlich schon nicht mehr leisten, wird doch die Luft im Keller der Liga immer dünner. Und gut eine Woche nach dem Spiel gegen das Burgenteam müssen die Eichsfelder – dann erstmals mit ihrem neuen Trainer Jens Wilfer – erneut auswärts ran. Am 27. Januar ist ein weiteres Derby bei jener TG Münden angesagt, die gerade erst am vergangenen Sonnabend mit dem kaum erwarteten 36:30 Sieg bei der TSV Burgdorf III ein unüberhörbares Lebenszeichen abgesetzt hat.

Wesentlich entspannter kann die HSG Plesse-Hardenberg den drei Heimspielen in Folge entgegensehen. „Bewertet man die Situation beider Mannschaften, müssen wir uns der Favoritenrolle annehmen. Wir spielen zu Hause und haben unser Publikum im Rücken“, sagt HSG-Kapitän Sebastian Herrig: „Die letzten drei Spiele haben allesamt Hoffnung und Mut gemacht. Die Umbruchstimmung in Duderstadt sollte man aber nicht unterschätzen. Gegen Hameln hielten die Eichsfelder lange mit und sind deshalb und besonders im Derby ein unberechenbarer Gegner“, so Herrig. „Duderstadt hat nichts zu verlieren“, ergänzt Trainer Dietmar Böning-Grebe. Von eine Favoritenstellung will der HSG-Coach nichts wissen: „Jedes Spiel ist anders. Ich erwarte ein spannendes Match. Das ist nichts für schwache Nerven.“

Duderstadts Interimscoach Ekkehard („Ekki“) Loest ist immer noch von der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft überzeugt. „Jetzt müssen wir versuchen, die technischen Fehler zu minimieren, und in der Abwehr stabiler stehen“, sagt Loest. Verhaltener Optimismus zieht durch die Duderstädter Reihen: „Gegen Plesse haben wir eine gute Chance, zu punkten. Wir sind nicht so schwach, wie es in der Tabelle aussieht“, geht Sergej Rollheuser in das Derby. Für Torwart Julian Zwengel ist der Auftritt gegen seinen ehemaligen Verein ein besonderes Spiel: „Ich freue mich tierisch auf das Derby: Wenn wir ein gutes Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart hinbekommen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir weniger Gegentore als gegen Hameln bekommen und eine Chance auf den Sieg haben.“ Benjamin Möller bringt dies auf die Kurzformel: „Ich erwarte eine gute Stimmung, die uns zu einem längst fälligen Sieg verhilft.“ Der Gastgeber rechnet mit einem vollen Haus und empfiehlt eine rechtzeitige Anreise.

Die HG Rosdorf-Grone, Schlusslicht der Handball-Oberliga, ist am Sonnabend (18 Uhr) bei den Handballfreunden (HF) Helmstedt-Büttenstedt gefordert. Marcus Wuttke, der weitere HG-Trainer neben Lennart Pietsch, weiß um den schweren Stand beim Tabellendritten. „Wir hatten noch nicht die nötige Stabilität, um unseren Plan erfolgreich umzusetzen“, so Wuttke: „Es gibt aber mannschaftlich sehr gute Ansätze, und wir können nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung erfolgreich sein. Die Entwicklung macht mir Mut, wird aber sicherlich ein harter Weg“, lässt Wuttke nicht locker. „Wir sind uns alle einig, dass wir den eingeschlagenen Weg weitergehen.“

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Christian Brand (links) ist der Top-Torjäger der HSG Plesse-Hardenberg.

Quelle: Swen Pförtner