28012018 bericht nienburg gtHSG Plesse-Hardenberg kassiert bittere Heimniederlage

Die Rechnung ist nicht aufgegangen: Handball-Oberligist HSG Plesse-Hardenberg wollte eigentlich seine drei Heimspiele in Folge gewinnen, doch bereits in der zweiten Partie riss der Faden. Gegen die HSG Nienburg verlor das Burgenteam zu ungewohnter Zeit am Sonntagabend in Bovenden mit 28:31 (11:13).

Bovenden. „Nienburg hat verdient gewonnen. Diese Mannschaft hat den Sieg mehr gewollt“, erkannte HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe den Erfolg der Gäste neidlos an. „Wir haben nicht die Einstellung und nicht die Galle gehabt“, so der Coach. „Dagegen hat sich Nienburg immer mehr in eine Euphorie gesteigert, und uns ist am Ende die Zeit davongelaufen“, fasste der Coach den weiteren Spielverlauf zusammen. Vom klaren 35:26-Derbyerfolg vor gut einer Woche gegen den TV Jahn Duderstadt war jedenfalls kaum noch etwas zu sehen. „Bei uns hat fast alles gepasst. Wir haben mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den verdienten Sieg eingefahren“, freute sich das Nienburger Trainerduo Claas Wittenberg und Carsten Thomas nach dem fünften Saisonsieg auf dem Weg zum herbeigesehnten Klassenerhalt. Dabei begann das 16. Punktspiel der Saison für die HSG Plesse-Hardenberg um den starken Torwart Christian Wedemeyer recht verheißungsvoll. Mit seinen Saisontoren 83 und 84 brachte der zuletzt privat verhinderte Christian Brand die Hausherren mit 2:0 in Führung. Doch kam Nienburg mit zunehmender Spielzeit immer besser zum Zug, glich zum 5:5 (11.) aus und ging durch Lars Bergmann mit 6:5 (12.) erstmals in Führung. Später enteilte Nienburg auf 16:13 (37.) Noch einmal bäumte sich Plesse-Hardenberg auf, wendete das Blatt und führte nach 46 Minuten durch das 73. Saisontor des zuletzt gut aufgelegten Eike Gloth mit 20:19. Das war letzten Endes aber zu wenig. Nienburg legte noch eine Schippe drauf und zog bis auf 30:26 (59.) davon. Spätestens an dieser Stelle war das Spiel zugunsten des Teams von der Weser entschieden. „Wir waren in der Abwehr nicht konsequent genug und haben zu viele einfache Gegentore kassiert“, sagte Torjäger Christian Brand über die entscheidenden Momente der Partie: „Wir brauchen noch sieben Punkte zum Klassenerhalt. Daran müssen wir jetzt arbeiten“, formulierte Brand schon einmal die kommenden Aufgaben. Nach der neunten Saisonniederlage hat die HSG Plesse-Hardenberg am kommenden Wochenende spielfrei und empfängt dann am 10. Februar die Sportfreunde Söhre, die zuletzt mit 29:28 bei der HSG Schaumburg Nord gewonnen haben. – HSG: Gloth (8/2), Sültmann (4), P. Schindler (3), Brand (3/2), Herrig, Ozimek (je 2), Falkenhain, Glapka, Grobe, Jetzke, Meyer, Smidt (je 1). Grabisch (7) und Fennekoldt waren die besten Nienburger Werfer.

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Eike Gloth ist mit acht Treffern Topscorer der HSG Plesse-Hardenberg in der Partie gegen die HSG Nienburg. Quelle: Pförtner