HSG Plesse-Hardenberg und HG Rosdorf-Grone gewinnen Derby-Generalprobe
10022018 soehre bericht gtOberligist HSG Plesse-Hardenberg hat sich nach einem Zwischentief wieder gefangen und nach der Niederlage gegen die HSG Nienburg in seinem dritten Heimspiel in Folge wieder gewonnen. Für eine große Überraschung sorgte die HG Rosdorf-Grone. Die HG gewann beim VfL Hameln gab damit die rote Laterne an den TV Jahn Duderstadt ab, der sich eine klare 25:35-Niederlage gegen die TSV Burgdorf III einhandelte. Am kommenden Freitag (20 Uhr) trifft die HG Rosdorf-Grone zu Hause im Derby auf die HSG Plesse-Hardenberg.

HSG Plesse-Hardenberg – SF Söhre 30:26 (12:15). Mit einem Kraftakt in der zweiten Hälfte blieben die Punkte in Bovenden. Dabei fuhr den Gastgebern ein großer Schreck durch die Glieder: Kapitän Sebastian Herrig war auf den Hinterkopf gefallen und wurde per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die HSG war durch einen von Torjäger Christian Brand verwandelten Siebenmeter mit 1:0 (2.) in Front gegangen, aber bei einem 8:13-Rückstand (22.) schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Doch die Gastgeber steckten nicht auf und sorgten spätestens ab dem 19:19 (40.) durch den Allrounder für Spannung pur.

In der Folge führten die Hausherren stetig, ließen die Gäste aber noch einmal bis auf 25:26 (55.) herankommen. Falkenhain setzte in der Folge mit drei Treffern ein Ausrufezeichen und führte die HSG zum Sieg. Nachdem die HSG Niklas Ihmann, den Linkshänder der Gäste, in Manndeckung genommen und die Deckung den Gegner immer besser in den Griff bekommen hatte, „bis sich Söhre an uns die Zähne aus“, unterstrich Trainer Dietmar Böning-Grebe, der seinem Torwart Markus Ahlborn einen super Tag bescheinigte. „Die Zuschauer haben ein sehr gutes Handballspiel gesehen“, freute sich der Coach. – HSG: Sültmann (7/5), Brand (6/4), Falkenhain (5), P. Schindler (4), Glapka, Grobe, Smidt (je 2), Jetzke, Lapschies (je 1). – Erfolgreichster Werfer der Gäste war N. Ihmann (12/4).

10022018 soehre bericht gt

Finn Ozimek von der HSG Plesse-Hardenberg bedient im Spiel gegen die Sportfreunde Söhre seinen Mitspieler Patrick Schindler. Quelle: Heller

SG Hameln – HG Rosdorf-Grone 17:20 (8:11). Trainer Lennart Pietsch war nach einer rund fünfmonatigen Durststrecke überglücklich. „Wir haben eine überragende kämpferische Leistung gezeigt“, jubelte der HG-Coach. „Wir haben den Gegner 60 Minuten lang im Griff gehabt.“ Dabei führten die Südniedersachsen schon nach acht Minuten mit 3:0 und lagen später mit 18:14 (54.) vorne. Pietsch war hinterher mit dem Spiel seines Teams vollauf zufrieden: „Unsere Deckung war samt Torwart Julian Krüger sehr stark. Im Angriff haben wir geduldig gespielt und gute Entscheidungen getroffen.“
Vier von sechs Hamelner Siebenmetern zappelten nicht im Netz. Zuvor hatte Rosdorf-Grone zuletzt am 16. September gewonnen – und das ebenfalls gegen Hameln mit 29:24. So war es nicht sonderlich verwunderlich, dass Hamelns Trainer Frank Huchzermeier nach dem Spiel gegen die HG und der dritten Niederlage in Folge schimpfte wie ein Rohrspatz: „Entweder wir haben einen sportlichen Anspruch an uns selbst, oder wir sind eine Hobbytruppe – das war heute nichts.“ – HG: Sievers (8/5), Burgdorf (6), Wächter (3), Herthum (2), Osei-Bonsu (1).

Von Ferdinand Jacksch