16022018 bericht rosdorf gt02„Es war einfach ein geiles Derby“ 
HSG Plesse-Hardenberg glücklicher 24:23-Sieger in Rosdorf
Mit dem Glück des Tüchtigen hat die HSG Plesse-Hardenberg das Derby beim Vorletzten HG Rosdorf-Grone mit 24:23 (11:10) gewonnen und damit ihren achten Saisonsieg eingefahren.  In einem wahren Krimi vergaben die Gastgeber vor ausverkauftem Haus mit dem Schlusspfiff durch den achtfachen Torschützen Hendrik Sievers einen Strafwurf und somit das mögliche Unentschieden. Das Leder war vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld gesprungen.

Kein Wunder, dass der Pechvogel tief enttäuscht war. „Das war eine verdammt bittere Niederlage – vor allem, weil ich den letzten Siebenmeter verworfen habe“, so Sievers: „Einen Punkt hätten wir doch verdient gehabt. Mitausschlaggebend für die Niederlage war die Phase, als wir eine 10:6-Führung (20.) verschenkt haben und Plesse mit 12:10 (33.) in Front gehen ließen“, haderte der in der kommenden Saison für den Landesligisten SV Alfeld spielende Torjäger. „Wir wünschen Rosdorf-Grone jedenfalls den Klassenerhalt“, verabschiedete sich HSG-Rechtsaußen Patrick Schindler vom Verlierer.

100 Sekunden vor Schlusspfiff erzielt Brand 99. Saisontor

Zuvor hatte Christian Brand exakt 100 Sekunden vor dem Ende mit seinem 99. Saisontor das Leder per abgefälschtem Freiwurf in die Maschen des Gegners gelenkt und ließ sich somit als Matchwinner feiern. Dabei hatte Rosdorf-Grone durch Burgdorf mit 23:22 (54.) vorne gelegen, ehe Patrick Schindler ausglich und Brand für die beiden glücklichen Punkte sorgte: „Das war ein heißes Derby mit dem besseren Ende für uns“, freute sich der wurfgewaltige Rückraumspieler. „Ich kann meiner Mannschaft nur ein dickes Lob zollen“, würdigte der HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe den so wichtigen Erfolg seiner Mannschaft: „Wir haben jedenfalls verdient gewonnen“, und das auch noch ohne die verschnupften Jan-Niklas Falkenhain und Eike Gloth. Wobei HSG-Teammanager Thomas Reimann dem Trainer nur beipflichten konnte und ergänzte:„Wenn unsere Trefferquote in der ersten Halbzeit besser gewesen wäre, dann hätten wir auch nicht so lange zittern müssen.“ Und er ließ auch das Kompliment an die Hausherren nicht aus: „Das war auch eine gute Leistung von Rosdorf. Die Mannschaft hat bis zum Ende gekämpft. Es war einfach ein geiles Derby.“

HG-Coach Lennart Pietsch machte im Nachhinein „zehn Zentimeter zwischen Glück und Pech“ aus. Was auch der zukünftige Cheftrainer Marcus Wuttke so sah: „Meine Jungs haben alles richtig gemacht, mutig nach vorne gespielt und eine saustarke Abwehr gestellt. Es war alles gut bis auf das verlorene Spiel.“

Burgdorf trifft nur die Latte, Sievers vergibt Siebenmeter

In der Schlussphase hatte Jannik Burgdorf nur die Latte getroffen und Sievers den Siebenmeter vergeben. Gründe, an denen Wuttke die Niederlage in der Schlussphase festmachte.

„Uns hat am Ende das Glück gefehlt“, ärgerte sich der sechsfache Torschütze Jannik Burgdorf ebenso wie der gut aufgelegte Spielmacher Markus Wächter. Einen stark Part lieferte auch Torwart Julian Krüger, der dem Burgenteam mehrfach den Nerv raubte. Beim Gegner steigerte sich Schlussmann Markus Ahlborn mit zunehmender Spielzeit. Ab der 41. Minute ging Christian Wedemeyer mit stoischer Ruhe in den Kasten. Am Ende verwandelte die HSG Plesse-Hardenberg noch sechs von acht Siebenmetern, Rosdorf-Grone hingegen nur drei von sechs.

Während die HSG Plesse-Hardenberg am kommenden Wochenende pausieren kann, steht für die HG Rosdorf-Grone am Freitag (20 Uhr) schon das nächste Derby bei der TG Münden an.

HG: Sievers (8/3), Burgdorf (6), Osei-Bonsu, Wächter (je 3), Kutz (2), Ruck (1); HSG: Brand (7/3), Herrig (4), P. Schindler (3), Grobe, Jetzke, Smidt (je 2), Sültmann (2/1), Glapka (2/2).

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In einer spannenden Schlussphase behielt die HSG am Ende die Oberhand. Foto: Pförtner