03032018 helmstedt vorbericht gtSpitzenreiter zu Gast in Rosdorf
Handball-Oberligist HG Rosdorf-Grone hat nach dem 33:25-Sieg bei der TG Münden Oberwasser. Die neu gewonnene Motivation will der Tabellenvorletzte nun im Heimspiel gegen den Spitzenreiter MTV Großenheidorn nutzen. Die HSG Plesse-Hardenberg tritt bei HF Helmstedt-Büttenstedt an. Plesse tritt damit beim Tabellendritten an.

HF Helmstedt-Büttenstedt – HSG Plesse-Hardenberg (Sbd., 18 Uhr). Die unglückliche 29:30-Hinspielniederlage gegen Helmstedt geistert noch in den Hinterköpfen des Burgenteams herum. „Das war kein schönes Spiel. Wir haben damals verdient verloren“, räumt Trainer Dietmar Böning-Grebe ein. „Jetzt werden im Rückspiel in Helmstedt die Trauben noch deutlich höher hängen“, weiß der Coach. „Wir fahren aber nicht zum Tabellendritten, um die Punkte wegzuschenken.“ Vor allem hofft die HSG wieder auf Jan-Niklas Falkenhain, der zuletzt wegen Grippe pausieren musste.

HG Rosdorf-Grone – MTV Großenheidorn (Sbd., 18.30 Uhr, Sporthalle Rosdorf). Der neue Handball-Stern der Oberliga leuchtet völlig überraschend über dem Steinhuder Meer. Angeknipst hat ihn Ex-Bundesligaspieler Marc Siegesmund. Seit er das Trainerzepter im November 2016 in Großenheidorn übernommen hat, ging es dort steil bergauf. Mit Thorben Buhre (zurück vom Drittligisten HSG Krefeld) und Benjamin Hillebrandt (von der HSG Nienburg) konnten zwei erfahrene Spieler verpflichtet werden. Niklas Hermann (152) führt die Torschützenliste der Oberliga an, und sein Bruder Till Hermann (117) liegt auf Platz fünf.

Der zukünftige Rosdorf-Groner Cheftrainer Marcus Wuttke hat die Mannschaft während der Woche entsprechend eingestimmt: „Wir werden gegen Heidorn selbstbewusst ins Spiel gehen.“ Sicherlich sei laut Wuttke der Spitzenreiter „aktuell nicht unser Maßstab, aber verlieren kann nur Großenheidorn. Es wird sicherlich von Woche zu Woche schwerer, gegen unsere Jungs zu spielen, da jetzt die positive Entwicklung beginnt zu wirken“, unterstreicht Wuttke, der das Team zusammen mit Lennart Pietsch coacht. Und auch Pietsch sieht das nicht anders: „Wir sind guter Dinge und wollen versuchen, die Punkte in Rosdorf zu behalten.“

Großenheidorn sei zur Zeit „das Maß der Dinge in der Oberliga “, betont HG-Kreisläufer Jan-Patrick Bohnhoff. „Das Team hat super Individualisten, die als Mannschaft überzeugen und von jeder Position torgefährlich sind“, so Bohnhoff. Um den Klassenerhalt zu schaffen, müsse man gegen andere Mannschaften punkten. „Das soll aber nicht heißen, dass wir das anstehende Spiel gegen Heidorn herschenken“, sagt der Kreisläufer. „Wir können doch befreit aufspielen. Als Tabellenführer hast du aber den Druck, bei einem Abstiegskandidaten zu gewinnen.“ Auch Außenspieler Till Herthum ist guter Dinge: „Gegen Hameln, Plesse und Münden haben wir guten Handball gezeigt und standen in diesen Spielen vor allem in der Abwehr stark. Wenn uns dieses gegen Großenheidorn wieder gelingt, schaffen wir vielleicht die Überraschung.“

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Die HG Rosdorf-Grone nach dem Derbysieg gegen die TG Münden. Quelle: Mischke