26032018 oberliga maenner gtTV Jahn Duderstadt verliert 23:35 gegen Vorsfelde
In einem Nachholspiel der Oberliga hat der Tabellenvorletzte TV Jahn Duderstadt gegen den MTV Vorsfelde klar mit 23:35 (11:15) verloren. Duderstadt. In einem Nachholspiel der Handball-Oberliga hat der Tabellenvorletzte TV Jahn Duderstadt gegen den MTV Vorsfelde unerwartet deutlich mit 23:35 (11:15) verloren. Ohne den wegen einer Knieverletzung pausierenden Sergej Rollheuser und dem noch in Kroatien weilenden Deni Skopic standen die Eichsfelder auf verlorenem Posten.

Dazu ging mit Rückraumspieler Tobias Fritsch einer der wichtigsten Leistungsträger gesundheitlich angeschlagen ins Spiel. Somit musste das Team der elf Aufrechten im Endeffekt einmal mehr der andauernden Personalmisere Tribut zollen und sich am Ende seinem Schicksal ergeben.

„Wir hatten uns etwas anderes vorgenommen, jedoch gibt der aktuelle Kader einfach nicht mehr her“, gab sich auch Trainer Jens Wilfer geschlagen. Zwar konnte man dem TV Jahn bei seiner 16. Niederlage im 21. Spiel zumindest anfangs den Kampfgeist nicht absprechen, von Oberligareife war hingegen kaum eine Spur zu sehen. „Zumindest nicht in der Offensive“, ergänzte der tief enttäuschte Trainer Wilfer, der von einer „unterirdischen Angriffsleistung“ sprach: „Vorsfelde brauchte eigentlich nur auf unsere Fehler zu warten. Und das hat der Gast sehr konsequent genutzt. Das Umschaltspiel und die Gegenstöße haben uns das Genick gebrochen.“

5:1 (7.) führte der auch körperlich überlegende Gast aus der VW-Stadt. Bis auf 6:7 (12.) kam Duderstadt einmal heran, doch dann zog Vorsfelde tüchtig an und lag in der 40. Minute bereits mit 27:14 in Front. Und damit war das Spiel schon frühzeitig gelaufen. „Vorsfelde war einfach spielerisch und körperlich überlegen“, gab sich auch Tobias Fritsch geschlagen.

Herbe Enttäuschung, Resignation und spürbarer Frust bei einigen Fans gingen nach einem „gebrauchten Tag“ (Torwart Alexander Klocke) mit der bitteren Niederlage einher. Was bereits in der Pause einige verärgerte Jahn-Anhänger nicht unberührt ließ, die in Betracht zogen, den Heimweg vorzeitig anzutreten.

„Den Spielern kann man keinen Vorwurf machen, die haben gezeigt, was sie können“, meinte Stephan Albrecht, selbst einst Trainer des TV Jahn und derzeit Coach der ebenfalls abstiegsbedrohten Oberliga-Frauen der HG Rosdorf-Grone.

Die Vokabel von der Abschiedstour machte hüben wie drüben unüberhörbar die Runde, ebenfalls die von einem Neuanfang des TV Jahn in der Verbandsliga. Nur noch die kühnsten Optimisten sprechen von einem immer noch rechnerisch möglichen Klassenerhalt des TV Jahn, den bei noch fünf ausstehenden Spielen nur drei Punkte von der TG Münden trennen.

Fest steht: Auf Abstiegstour befindet sich ein völlig entspannter Jürgen Thiele, der Trainer des MTV Vorsfelde, der in der nächsten Saison erst einmal eine schöpferische Pause einlegen will. Bis dahin verspricht die Mannschaft ihrem derzeitigen Coach auf jeden Fall noch einen tollen Saisonendspurt. Duderstadt war dabei der Anfang von nahenden Ende.

Den Schlussstrich zogen die beiden erfolgreichsten Werfer: Justin Brand markierte mit seinem 146. Treffer das 23:34, ehe Bert Hartfiel mit seinem Saisontor Nummer 176 den souveränen 35:24 Sieg seines MTV Vorsfelde krönte. „Unserer Mannschaft muss man ein großes Lob aussprechen. Sie hat sich bis heute noch nicht aufgegeben. Ein besonderer Dank gilt Kreisläufer Nerius Kesilis für seine Hilfe“, zog der sportliche Leiter Matthias Koch sein Fazit.

TV Jahn: Brand (9/2), Fritsch (5), N. Grolig (2), Winkler (2/2), Keselis, Mittelstädt, Möller, Salam, Strube (1) – Die erfolgreichsten Werfer der Gäste waren Hartfiel (7), Basile (6) und Kühlbauch (6/2).

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Enttäuscht: Dirk Mittelstädt (Co-Trainer des TV Jahn Duderstadt), Nerijus Kesilis und Trainer Jens Wilfer. Quelle: Helge Schneemann