Handball-Oberliga Männer: TV Jahn unterliegt dem Burgenteam mit 24:30 (13:13)
05052018 duderstadt bericht hnaFehlstarts in beiden Halbzeiten
Duderstadt. Mit dem 24:30 (13:13) gegen die HSG Plesse-Hardenberg kassierten die Handballer des TV Jahn Duderstadt im letzten Südniedersachsenderby dieser Oberliga-Spielzeit noch einmal eine deutliche Niederlage. Und doch war es ein Abschied mit Applaus. Gäste-Trainer Dietmar Böning-Grebe lobte die Hausherren dafür, dass sie „trotz des Abstieges noch einmal alles gegeben“ hätten und so ihr Teil „zu einem guten Spiel“ beitrugen. Jahn-Trainer Jens Wilfer schloss sich dem an, und wies nur darauf hin, dass das Burgenteam ausgeglichener besetzt sei, und damit „die bessere Bank den Ausschlag gab“. Hinzu kam, dass die Gäste seiner Mannschaft „keine leichten Tore“ gestattet hätten.

Was dem Absteiger die Arbeit außerdem erschwerte, war, dass er gleich zwei Mal den Start in die Halbzeit verschlief. Die Gäste brauchten nach dem Anpfiff nur zehn Minuten, um 8:2 zu führen. Erst danach fanden die Jahner, die vom überragenden Julian Zwengel im Spiel gehalten wurden, in die Partie.
Möglicherweise auch deswegen, weil, wie Böning-Grebe vermutete, „meine Spieler nach der raschen Führung schon etwas über dem Boden schwebten“. Zum Seitenwechsel war Duderstadt dann beim 13:13 wieder dran.

Nach der Pause das gleiche Bild: Die HSG Plesse-Hardenberg startete mit 7:1-Toren in zehn Minuten in den zweiten Durchgang (20:14/39. Minute). Hier machten sich – wie schon vor der Pause – die Duderstädter Abschlussschwächen nachteilig bemerkbar, auch wenn im HSG-Tor Christian Wedemeyer nun mehr zu tun bekam als bis zur Pause Markus Ahlborn in seinem letzten Einsatz für das Burgenteam.

Am Ende hatte der Gast verdient gewonnen. Und sogar noch niedriger als eigentlich möglich, denn die HSG machte zu wenig aus den vielen Ballverlusten des TV Jahn. Die Eichsfelder leisteten sich zu viele Fehlwürfe und immer wieder technische Fehler.

Ein Wort noch zu den Unparteiischen Manuel Elsner und Götz Hennemann: Sie leiteten trotz der sehr körperbetonten Gangart vor allem der Duderstädter Abwehr zunächst recht großzügig. Bis zur Pause gab es lediglich vier Verwarnungen (2:2), keine einzige Zeitstrafe und nur vier Siebenmeter (1/1 - 3/2). Nach der Pause schickten sie dann aber in nur zwölf Minuten gleich fünf Akteure (2:3) für jeweils zwei Minuten vom Feld. Und sie zeigten sieben Mal auf den Punkt.

TV Jahn: Zwengel - Fritsch 10/1, Möller 4, Rollheuser 4/2, J. Brand 2, Salam 2, C.-L. Artmann 1, Skopic 1, N. Grolig, V. Grolig, Lembke, D. Mittelstädt, J. Mittelstädt. 
HSG Plesse-Hardenberg: Ahlborn (-30.), Wedemeyer - C. Brand 8/5, P. Schindler 6, Sültmann 6, Herrig 4, Grobe 2, Smidt 2, Jetzke 1, Meyer 1, Crazius, Endler, Falkenhain, Gloth.

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Leichtes Spiel: Plesses Christian Brand (am Ball) kommt beim 30:24-Auswärtssieg gegen die Duderstädter Benjamin Möller, Deni Skopic und Valentin Grolig (v. li.) zum Wurf. Foto:  ats/gsd