HSG Plesse-Hardenberg vor „einfachstem Spiel der Saison“
20180908 vinnhorst gtMit einem echten Knüller warten die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg zur Heimpremiere am Sonnabend in der Sporthalle Bovenden am Wurzelbruchweg auf. Bovenden. Gegner ist dort ab 19.30 Uhr der Aufsteiger TuS Vinnhorst, der in der vergangenen Saison als souveräner Verbandsligameister mit 52:0 Punkten von sich Reden machte. Die Gäste aus Hannover wollen mittelfristig in die 3. Liga. Von der Oberliga-Konkurrenz wird ihnen schon in dieser Spielrunde der Durchmarsch zugetraut.

Dieser Erfolg ist Teil eines langfristig angelegten Projekts, dass 2015/16 mit dem Aufstieg aus der Landesliga begonnen und mittelfristig die 3. Liga zum Ziel hatte. Mittlerweile zählt sogar die 2. Liga zu den Visionen des TuS Vinnhorst, der auch in den kommenden Jahren mit einem in Hannover ansässigen Zeitarbeitsunternehmen einen verlässliche Hauptsponsor an seiner Seite hat.

Gleich acht Neuzugänge hat sich der TuS Vinnhorst geangelt. Mit Nils Eichenberger (26, Rechtsaußen), Jakob Bormann (20, Linksaußen), Tim Otto (21, Rückraum), Hendrik Pollex (24, rechter Rückraum) und Jonas Borgmann (25, Kreisläufer) konnte unter anderem ein komplettes Quintett vom HF Springe, der sich aus finanziellen Gründen aus der 3. Liga abgemeldet hatte, verpflichtet werden. Unter den Neuen ist auch ein echter Hüne. 2,07 Meter misst Colin Räbiger (24, Torwart), der von der TS Großburgwedel in den hannoverschen Stadtteil-Verein kam.

„Das wird wohl eines der einfachsten Spiele der Saison“, geht HSG-Außenspieler Patrick Schindler völlig unbekümmert in das erste Heimspiel: „Vinnhorst kommt als einer der absoluten Aufstiegsfavoriten zu uns, und das nimmt uns jeden Druck. Wir können also ganz entspannt aufspielen und werden dann sehen, was drin ist“, so der Rechtsaußen: „Vielleicht reicht es ja, um Vinnhorst etwas zu ärgern.“ Dabei wäre es gut, wenn Torjäger Christian Brand nach Nackenschmerzen dabei ist: „Es sollte funktionieren“, gibt sich der Rückraumspieler verhalten optimistisch. „Wir wollen uns jedenfalls im Aufeinandertreffen von David gegen Goliath gut präsentieren“, erhofft Trainer Artur Mikolajczk, der erstmals auf einen Einsatz von Malte Sültmann nach seiner langwierigen Knieverletzung hofft. Eike Gloth musste sich zuletzt mit einer Erkältung herumplagen. Und Nachwuchstalent Jonas Arndt fehlt möglicherweise aus privaten Gründen. Von Ferdinand Jacksch

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Hätte Spaß daran, den Titelfavoriten TuS Vinnhorst zu ärgern: Patrick Schindler. Quelle: Wenzel