Handball-Oberliga Männer
HSG Plesse erwartet Überflieger Vinnhorst aus Hannover
Bovenden. Nach der 26:30-Auftaktniederlage bei den Handballfreunden Helm- stedt/Büddenstedt erwarten nun am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle am Wurzelbruchweg) die Oberliga-Handballer der HSG Plesse/Hardenberg zur Heimpremiere dieser Saison den Aufsteiger TuS Vinnhorst.

Die Hannoveraner (Vinnhorst liegt zwischen Langenhagen und Herrenhausen) kommen mit der Empfehlung des 28:19-Heimsieges über den Mitaufsteiger HV Barsinghausen.

Und das ist nicht die einzige Empfehlung: Vinnhorst schaffte es, die Verbandsliga-Saison 2017/18 mit 52:0 Punkten (!) und 819:534 Toren abzuschließen. Das waren 26 Saisonsiege mit durchschnittlich 31:20 Toren! Die beiden Mitaufsteiger (2./HV Barsinghausen/39:13, 3./MTV Braunschweig II/33:19) wurden in den jeweils beiden Saisonbegegnungen sicher bezwungen: Barsinghausen mit 35:27 und 28:22, Braunschweig mit 25:18 und 24:19.

Ernsthafter Titelaspirant

Kein Wunder, dass der auch weiterhin vom Duo Nei Cruz Portela und Cliff Beyer-Pohl trainierte Aufsteiger in Liga-Kreisen als ernsthafter Meisterschaftsaspirant gehandelt wird, zumal er seinen vorjährigen Meisterkader im Sommer noch einmal verstärkte. Den vier ausgeschiedenen Spielern stehen sieben, teils hochkarätige Zugänge gegenüber wie beispielsweise der Zweit- und Drittliga-erfahrene Nils Eichenberger (kam von den HF Springe), der früher einmal für die SG Rhumetal spielte. Der vom 35-jährigen Routinier Thomas Thiele geführte Kader weist eine Respekt einflößende Mischung aus Erfahrung und Aufbruch aus.

Artur Mikolajczyk, der Trainer des Burgenteams, über seine ersten Eindrücke nach dem Video-Studium des kommenden Gegners: „Die sind auf allen Positionen gut besetzt und spielen einen ordentlichen Handball!“ Dennoch hofft er, mit seinem jungen Kader gegen eine Mannschaft bestehen zu können, in die viel investiert wurde.

Punkte zuhause holen

Denn: „Wir sollten unsere Punkte vorwiegend zuhause holen.“ Personell hat die HSG immer noch Probleme: Zwar ist Marvin Grobe zurück, doch unter der Woche machten die angeschlagenen Christian Brand, Eike Gloth und Malte Sültmann das Training nicht vollständig mit. Gerade bei Sültmann ist daher offen, ob er spielen wird: „Wir brauchen ihn für die ganze Saison, und gehen deswegen nicht das geringste Risiko ein“, lässt Mikolajcyk den Einsatz Sültmanns offen. (zdz)

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Heimpremiere: Trainer Artur Mikolajczyk trifft mit seiner HSG Plesse/Hardenberg auf den starken Aufsteiger TuS Vinnhorst.  © Hubert  Jelinek/nh