Handball Oberliga Männer

HSG Plesse bietet gegen Vinnhorst eine Gala

20180908 vinnhorst bericht hna
Achtung, Daniel Menn fliegt ein! Plesses Ex-Rosdorfer hat sich am Kreis abgesetzt und kann von den Vinnhorstern nicht mehr aufgehalten werden. Er steuerte vier Treffer zum Sieg der heimischen HSG bei, ehe er die rote Karte (3 x 2 Minuten) sah.  © Alciro Theodoro da Silva/gsd

Bovenden. Als Malte Sültmann und Patrick Schindler mit je drei Treffern in nur neun Minuten aus einem 18:19-Rückstand (38. Minute) eine 24:19-Führung (47.) gemacht hatten, war für den TuS Vinnhorst die erste Punktspielniederlage seit eineinhalb Jahren (28:29 gegen Wietzendorf am 29. April 2017) perfekt.

Dank einer starken kämpferischen Leistung entzauberten am Samstagabend vor gut 250 Zuschauern in der Halle am Wurzelbruchweg die Oberliga-Handballer der HSG Plesse/Hardenberg den als Titelbewerber angereisten Aufsteiger TuS Vinnhorst mit 30:26 (15:14). HSG-Trainer Artur Mikolajczyk fasste die mitreißenden 60 Minuten kurz und prägnant zusammen: „Wir wurden vom Underdog zum Bulldog!“ Seine Mannschaft habe, so der zufriedene Coach, „auch in schwierigen Situationen die Ruhe bewahrt und vieles richtig gemacht“.

Nach einem verteilten Partieauftakt (4:4/7.) legte der Gast durch Halblinks Hendrik Pollex und Rechtsaußen Nils Eichenberger zum 6:4 (9.) vor. Dieser Zwei-Tore-Vorsprung sollte an diesem Abend die höchste Vinnhorster Führung sein und beim 7:5 (11.) auch (mit Ausnahme des 19:18/38.) die letzte! Die Hausherren, die vor dem Anpfiff „schon mit einem Punkt zufrieden“ gewesen wären (Mikolajczyk) kämpften in der Folge den Gast regelrecht nieder. Vor den beiden überragenden Torhütern - Lennart Gees parierte vor der Pause ein halbes Dutzend Würfe, darunter einen Siebenmeter, und Christian Wedemeyer vereitelte im zweiten Durchgang gleich ein Dutzend TuS Chancen, darunter sogar drei Siebenmeter - stand die 6-0-Abwehr der HSG bombenfest.

Nach Ballgewinnen setzte das Burgenteam den Gast durch variable Angriffszüge immer wieder unter Druck. Und mit dem kam Vinnhorst immer schlechter zurecht. Der TuS ließ sich am eigenen Kreis immer wieder durch die Positionswechsel der Gastgeber überraschen, und litt andererseits am HSG-Kreis unter den immer ungenauer werdenden Abschlüssen, woran natürlich Wedemeyer seinen Anteil hatte.

Neben den beiden Torhütern ragten aus der insgesamt überzeugenden HSG noch einmal Christian Brand (warf alle seine acht Tore vor der Pause und verwandelte dabei drei von drei Strafwürfen) und Patrick Schindler (erzielte sieben seiner acht Tore nach der Pause) heraus.

Ein Wort noch zu Gottfried/Süßmann: So sehr sie auch beim konsequenten Ahnden von Stürmerfouls überzeugten, so übertrieben erschien das Zwei-Minuten-Festival nach der Pause. Höhepunkt war die 38. Minute mit nur noch acht Feldspielern (4:4).

HSG: Gees (-30.), Wedemeyer (ab 31.) - P. Schindler 8, Brand 8/3, Menn 4, Gloth 3, Sültmann 3, Herrig 2, Grobe 1, S. Schindler 1, Arndt, Crazius, Glapka. (eko)