HSG Plesse-Hardenberg will VfL Hameln Paroli bieten
In einem zweiten Anlauf will die HSG Plesse-Hardenberg am Sonntag in Bovenden (17 Uhr, Sporthalle Wurzelbruchweg) gegen den VfL Hameln bestehen. Das am 23. September in Nörten angesetzte Spiel war nach einem Wasserschaden vorzeitig abgebrochen worden.

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Trainer Artur Mikolajczyk (r.) erläutert Malte Büttner die Taktik. Quelle: Foto: Jacksch


Bovenden. Auch diesmal sind die Rollen klar verteilt: „Hameln ist Favorit. Zu Hause können wir aber jeden schlagen“, ist Christian Brand, der mit 65 Treffern erfolgreichste HSG-Torjäger, überzeugt. „Der Tabellenfünfte Hameln ist eine sehr gut besetzte Mannschaft mit einer sehr guten Deckung.“

Der Tabellenzehnte HSG Plesse will nach zuletzt zwei Siegen an die jüngsten Erfolge anknüpfen: „Ich möchte so früh wie möglich den Klassenerhalt schaffen, und da sind wir auf den richtigen Weg“, betont Rückraumkanonier Brand.


Malte Büttner ist wieder dabei

Mittlerweile ist auch der 19-jährige Malte Büttner wieder dabei. Im September vergangenen Jahres hatte er sich einen Kreuzband- und Meniskusriss zugezogen und war nach zwei Operationen und einer erfolgreichen Reha gut ein Jahr lang ausgefallen. „Ich hatte nie richtig Abstand von der Mannschaft, was die Integration nach der Verletzung erleichtert hat“, berichtet Büttner, der im ersten Semester Sport und Englisch auf Lehramt studiert.

„Als ich dann endlich wieder auf dem Feld stand, war ich einfach nur überglücklich und super emotional. Die Mannschaft hat sich riesig für mich gefreut, und auch das Publikum war begeistert“, so Büttner, nun optimistisch ins Spiel gegen Hameln geht: „Wenn wir mit voller Kapelle antreten und das Publikum im Rücken haben, dann sehe ich eine reelle Chance, wieder zu punkten. Wichtig wird es sein, das Umschaltspiel von Hameln zu unterbinden und die beiden erfolgreichsten Werfer Tim Jürgens (47) und Jannis Pille (36) in den Griff zu kriegen.“

Mikolajczyk hofft auf ein gutes Spiel

Dafür wird auch HSG-Trainer Artur Mikolajczyk die richtigen taktischen Anweisungen parat haben: „Wir werden jedenfalls alles geben, um ein gutes Spiel zu zeigen“, sagt der Coach vor der Neuauflage eines spannenden Duells. „Hoffentlich können wir in voller Montur auflaufen“, ergänzt Mikolajczyk. Towart Lennart Gees hatte sich vor einer Woche einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen, und auch die beiden Schindler-Brüder waren während der Woche nicht fit.

Die HSG gewährt für das Spiel gegen den VfL Hameln allen Besuchern freien Eintritt. Dies hat der Vorstand unter der Woche entschieden. „Das sind wir allein schon den Zuschauern schuldig, die im September in Nörten dabei waren, als die erste Auflage des Spiels gegen Hameln wegen eines Wasserschadens vorzeitig abgebrochen wurde“, sagt der für den Leistungssport zuständige Vorstandssprecher Dietmar Böning-Grebe.

Von Ferdinand Jacksch