20181202 braunschweig bericht gtBittere Heimniederlage für HSG Plesse-Hardenberg
Ausgerechnet am 1. Advent sind für die HSG Plesse-Hardenberg vorübergehend die Lichter ausgegangen. Gegen den Außenseiter MTV Braunschweig II verlor das Burgenteam unerwartet deutlich mit 20:31 (8:15). Nach zuvor 7:1 Punkten musste der Tabellenachte die fünfte Saisonniederlage einstecken.  „Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt“, zeigte sich HSG-Trainer Artur Mikolajczk arg enttäuscht. „Das war im Grunde unsere schlechteste Saisonleistung. Eigentlich ist niemand an sein Leistungsniveau herangekommen“, nahm auch Kapitän Sebastian Herrig kein Blatt vor den Mund.

Bereits in den Anfangsminuten zeichnete sich die Irrfahrt ab, die die HSG schnell mit 1:5 (9.) und 4:10 (18.) in Rückstand brachte. Gar 12:24 lagen die Gastgeber nach 45 Minuten zurück. „Wir haben alles versucht“, umschrieb der heimische Trainer die missglückte Wende.

Daniel Menn schmerzlich vermisst

Schmerzlich vermisst hatte Mikolajczk gegen die aggressiv deckenden und wenig zimperlich auftretenden Braunschweiger seinen verhinderten Kreisläufer Daniel Menn und den angeschlagenen Marvin Grobe. Auch der sonst agile Rechtsaußen Patrick Schindler biss sich an dem Bollwerk fest und blieb am Ende ohne Torerfolg. Kein Wunder, dass sich die erste Heimniederlage der HSG Plesse-Hardenberg in der laufenden Saison um so schmerzhafter anfühlte.

Die MTV-Drittliga-Reserve schaltete und waltete indes nach Belieben und erzielte allein elf Tore durch Folke Smidt, den Zwillingsbruder des ehemaligen und mittlerweile auch nach Braunschweig gewechselten HSG-Spielers Jonas Smidt.

Ausgedünnter Kader

„Unser ausgedünnter Kader hat sicherlich dazu geführt, dass niemand so richtig das Ruder herumreißen konnte“, legte Kapitän Herrig die Finger in die Wunden: „Braunschweig war nicht unbedingt besser. Der Gegner hat aber viel mehr Willen und Einsatz an den Tag gelegt und uns somit zurecht geschlagen“, ließ der Mannschaftsführer wissen. „Nach den guten Ergebnissen war das leider wieder ein Rückfall ins alte Muster.“

„Wir sollten dieses Spiel schnell vergessen und uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren“, sagte Trainer Mikolajczk. Am kommenden Sonntag reist das Burgenteam zu den Sportfreunden (SF) Söhre, ehe am 15. Dezember das letzte Spiel vor der Weihnachtspause gegen das mit 0:20 Punkten abgeschlagene Schlusslicht TG Münden ins Haus steht.

HSG: Sültmann (5), Brand (5(4), Herrig (3), Crazius, Gloth (je 2), Arndt, Schäfer, S. Schindler (je 1)     Von Ferdinand Jacksch

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Auf dem Boden der Tatsachen gelandet: Ohne ihren Kreisläufer Daniel Menn hatte die HSG Plesse-Hardenberg keine Chance. Quelle: Peter Heller