Burgdorf von Plesse-Männern mit 34:20 aus der Halle gefegt
20190309 burgdorf bericht hnaBovenden – Mit dem 34:20 (18:12)-Heimsieg über den TSV Burgdorf III gelang den Oberliga-Handballern der HSG Plesse-Hardenberg am Samstagabend in der Bovender Sporthalle am Wurzelbruchweg eine eindrucksvolle Revanche für die 30:35-Hinspielniederlage im vergangenen Herbst. Und doch mochte HSG-Trainer Artur Mikolajczyck diesen Sieg nicht überbewerten: „Wir haben in der Defensive - mit Ausnahme der letzten Minuten - ein intensives Spiel geboten. Dabei hat uns natürlich geholfen, dass wir dem Gast körperlich überlegen waren und das auch nutzten. Aber: Personell war das nicht der TSV Burgdorf aus dem Hinspiel.“

Zur Höhe des Sieges meinte der Coach nur, seine Mannschaft habe „vor der Pause ihr Spiel in der Offensive sogar noch etwas zu kompliziert“ angelegt.

Nach dem ersten, vorsichtigen Abtasten (1:2/4. Minute; 3:3/6.) begannen die ohne Jonas Arndt, Eike Gloth und Sebastian Schindler angetretenen Hausherren das Heft des Handelns an sich zu reißen. Über 6:4 (10.) und 12:7 (20.) zogen die Hausherren zur Pause auf 18:12 davon.

Im zweiten Durchgang musste die HSG auf den bis dahin ordentlich spielenden Jan Crazius verzichten, der - sieben Minuten vor der Pause im Schritt getroffen - nicht mehr weitermachen konnte. Und da Patrick Schindler diesmal 60 Minuten lang geschont wurde, übernahm Finn Schäfer für die zweiten 30 Minuten die Rechtsaußenposition.

Die auf zwei starke Torhüter gestützte Abwehr - Lennart Gees (vor der Pause) und Christian Wedemeyer parierten zusammen über ein Dutzend Würfe, darunter auch einen Siebenmeter - ließ im zweiten Durchgang gegen einen immer mutloser wirkenden Gast nur noch acht (!) Gegentore zu.

Auf der anderen Seite lief das Zusammenspiel in der Offensive immer besser. Beeindruckend waren vor allem die Krebs-Zuspiele auf Kreisläufer Menn. Was in Rosdorf geübt wurde, klappt also auch noch unter der Burg. Und auch bei den anderen Spielern des Burgenteams hatte man am Samstag das Gefühl, dass sie in (fast) allen Situationen die richtigen Entscheidungen trafen. Für seine Youngster Malte Büttner, Jan Crazius, Felix Funke und Finn Schäfer hatte HSG-Coach Mikolajczyck nach dem Schlusspfiff eine Extra-Lob über.

HSG: Gees, Wedemeyer - Brand 12/8, Funke, Grobe, Menn 3, Krebs 4, P. Schindler, Büttner 1, Herrig 3, Crazius 2, Sültmann 5/1, Winkelmann 1/1, Schäfer 3.  eko

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Kreisläufer-Tor: Plesses Daniel Menn (rechts) überwindet Burgdorfs Torwart Felix Wernlein.
© Hubert Jelinek/gsd