Klassenerhalt vorerst nicht perfekt gemacht

In einem äußerst spannenden, aber weniger hochklassigen Oberligaspiel trennen sich die HSG Blesse-Hardenberg mit 20:20 vom HV Barsinghausen und hat damit die erste Chance auf den sicheren Klassenerhalt verpasst.

Dabei konnte sich das Team vor allem bei Keeper Christian Wedemeyer bedanken, der die Gäste stellenweise verzweifeln ließ und die relativ schwache Offensivleistung hinten ausbügeln konnte. Rein personell begann die Partie mehr als ungünstig für die Gastgeber: nach nur wenigen Minuten viel der Torgarant Christian Brand mit einer Platzwunde, die im Krankenhaus genäht werden musste, aus. Trotzdem kam das Team von Artur Mikolajczyk gut ins Spiel, führte nach zehn Minuten mit 5:2. In der Folgephase fiel dem Heimteam aber gerade in der Offensive immer weniger ein, weshalb sich die Gäste schnell auf 6:6 ran kämpfen konnten.

Beim 9:10 gab es dann die erste Führung für die Hannoveraner, die sie bis zur Halbzeit noch um ein Tor ausbauen konnten. Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild: vorne gelang dem Burgenteam nicht besonders viel, sodass die Gäste beim 11:14 erstmals mit drei Toren führten. ‚Wede‘ vereitelte auch in dieser Phase viele wichtige Torchancen, wodurch seine Vorderleute in der 47. Minute wieder zum 15:15 ausgleichen konnten. Dieser Mini-Aufholjagd zum Trotz zog der HVB sieben Minuten vor Schluss wieder auf 17:20 davon und zwang das Heimteam zu einer Auszeit. In der Schlussphase ließ Plesse dann keinen einzigen Treffer mehr zu und traf vier Minuten vor dem Abpfiff zum 20:20-Ausgleich. In den letzten Minuten hatten beide Teams noch die Möglichkeit, den goldenen Treffer zu erzielen - gelingen sollte es aber keinem von beiden.
Vor dem Spiel wäre man gerade in Anbetracht der Tabellensituation wohl eher unzufrieden mit einem Unentschieden gewesen, nach dem Spielverlauf muss man sich jedoch eingestehen, dass es insgesamt ein relativ glücklicher Punkt war.

Mit sechs bzw. sieben Punkten Vorsprung auf Barsinghausen bzw. Braunschweig hat die HSG in den verbleibenden vier Spielen weiterhin alle Trümpfe in der eigenen Hand, sollte allerdings gut daran tun, die nötigen Punkte schnellstmöglich einzusammeln. Am besten schon nächsten Samstag gegen den direkten Konkurrenten der SG Börde Handball.

Für die HSG waren im Einsatz: Wedemeyer, Gees (beide TW) - Gloth (5), P. Schindler, Sültmann (beide 4), Herrig (2), Grobe, Menn, Winkelmann, Krebs, Büttner (je 1), Brand, Arndt, S. Schindler