Erster Plesse-Sieg im Derby gegen Duderstadt?

Sechs Spiele –sechs Niederlagen; Die Handballer der HSG Plesse-Hardenberg leisteten sich einen Fehlstart in ihre vierte Oberliga-Saison. Das Gute an ihm ist: Er kam nicht überraschend! Nach den vielen Abgängen zum Ende der vorigen Saison wussten die HSG-Verantwortlichen, dass man vor einer problematischen Spielzeit steht.

Und der Spielplan meinte es nicht besonders gut mit der Mikolajczyck-Sieben. Bisher trat sie durchweg gegen Hochkaräter an: Gegen den Tabellenführer Lehrter SV (22:27 im Heimspiel), den Zweiten MTV Braunschweig (22:35 am vorigen Wochenende), den Dritten HSG Nienburg (19:35 an der Weser), den Sechsten HSG Schaumburg (30:34 in Bad Nenndorf) und den Achten HF Helmstedt/B. (15:25 in Helmstedt).

Wirklich schmerzhaft war eigentlich nur die 19:27-Heimniederlage gegen den bis dahin ebenfalls noch punktlosen VfL Hameln. Von der Créme der Oberliga fehlen dem Burgenteam für die Hinrunde jetzt nur noch der MTV Vorsfelde (Auswärtsspiel am 9. November) und die SF Söhre (Heimspiel am 23. November).

Die Punkte zum angestrebten Klassenerhalt müssen voraussichtlich woanders her, vorwiegend wohl gegen die Mitbewohner im Keller: Aufsteiger TV Stadtoldendorf (12. mit 0:10 Punkten; Auswärtsspiel am 1. Dezember), TSV Burgdorf III (13./0:12; Heimspiel am 7. Dezember) und –nach dem Heimspiel am 15. Dezember gegen Großenheidorn (7./6:6) – HV Barsinghausen (11./2:8; Auswärtsspiel am 11. Januar).

Den Grundstein für den Klassenerhalt legen will die HSG allerdings schon am kommenden Samstag (19.30 Uhr in der Halle am Wurzelbruchweg) im Derby gegen den Oberliga-Rückkehrer TV Jahn Duderstadt, der mit 5:7 Punkten Platz neun einnimmt. HSG-Trainer Artur Mikolajczyck kann, nachdem unter Woche auch Marvin Kubanek wieder ins Training eingestiegen ist, erstmals in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen.

„Mit Duderstadt treffen wir auf eine Mannschaft, der wir auf Augenhöhe begegnen können. Was die Partie brisant macht, ist, dass die Südniedersachen-Derbys noch immer umkämpft waren.“ Für den Ausgang der Partie dürfte nicht unwesentlich sein, wie die Mannschaft damit umgeht, dass zum ersten Mal in dieser Spielzeit realistische Erwartungen an sie gestellt werden. Mikolajczyck fordert von seinen Spielern, „die gute Leistung aus der zweiten Halbzeit in Braunschweig mit in dieses Spiel zu nehmen und keine Sekunde lang in der Kampfbereitschaft und der Konzentration nachzulassen“.