23.12.2019 pogdalRaffael Pogadl hat sich gut bei der HSG Plesse-Hardenberg eingelebt
Raffael Pogadl ist erst 19 Jahre alt, lässt aber beim Handball-Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg aufhorchen. Mit 61 Treffern ist er der bislang erfolgreichste Werfer des Burgenteams in dieser Saison. Bovenden. Er findet „Handball einfach nur geil“ – der 19-jährige Raffael Pogadl, der seit Saisonbeginn beim Oberliga-Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg für Aufmerksamkeit sorgt. Angefangen hatte die sportliche Karriere des heutigen Torjägers beim Kinderturnen des TS Großauheim, was ihm aber schnell zu langweilig wurde. Das Interesse des Vierjährigen hatte damals nämlich das Handballtraining geweckt, das im Anschluss an das Kinderturnen stattgefunden hat.

„Das habe ich mitbekommen und wollte das auch mal machen“, erzählt der heute 19-Jährige von seinen Anfängen am nördlichen Mainufer von Hanau im Main-Kinzig Kreis.

Jugend-Bundesliga gespielt

„Ich finde Handball einfach geil“, wiederholt der Rückraumspieler, der damit seine ungebremste Leidenschaft an dieser Sportart unterstreicht und das Spiel mit dem runden Leder „taktisch, dynamisch mit einem bisschen Härte“ immer wieder gerne in die Hand nimmt. Seit der D-Jugend hat er sich bei der HSG Hanau Jahr für Jahr weiterentwickelt. In der B-Jugend stand er im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft, ehe er noch zwei Jahre in der A-Jugend-Bundesliga sein Talent unter Beweis stellen durfte.

„Ich erinnere mich gern an meine Jugendzeit zurück und an diverse Vorbereitungsturniere. Die waren einfach immer cool“, schwärmt Pogadl. „Es gibt einige einfach aufregende Handballspiele, die ich gerne noch einmal absolvieren würde.“ Sein Herz hängt weiterhin an seinem Heimatverein HSG Hanau, für dessen zweite in der Landesliga spielende Mannschaft er ein Zweitspielrecht hat. Am vierten Advent hat er dort im Schlagerspiel beim TV Gelnhausen II ausgeholfen, weil die HSG Plesse-Hardenberg schon seit gut einer Woche die Weihnachtspause genießt.

Austausch mit Gerrit Kupzog

Die Tage rund um das Fest ist der Student der Wirtschaftsinformatik damit auch wieder einmal zu Hause, trifft Freunde und natürlich seine Familie. Nach dem Abitur im Franziskaner-Gymnasium in Großkrotzenburg unweit von Hanau ist er erstmals von zu Hause weg, wohnt jetzt während der Studienzeit mitten in Göttingen. Was ihn ausgerechnet nach Südniedersachsen verschlagen hat? „Im Sommersemester gab es nicht so viele Optionen. Eine Freundin hat mir Göttingen dann schmackhaft gemacht, und diese schöne Stadt ist nicht zu weit weg von Hanau.“ Und wie hat ihn der sportliche Weg dann zum Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg geführt? „Über einen Kontakt meines damaligen A-Jugendtrainers, der wiederum Gerrit Kupzog kennt, der heute beim südhessischen Landesligisten TuS Griesheim spielt.“ Mit ihm hatte sich Pogadl ausgetauscht.

Plesse-Hardenberg, Rosdorf-Grone und Duderstadt habe ihm Kupzog empfohlen. „Duderstadt war mir von meinem Studienort Göttingen zu weit weg, und Plesse war mir dann sympathischer, weil der Verein eine Klasse höher spielt als Rosdorf-Grone.“ Längst weiß der junge Student, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat.

Gute Ausbildung genossen

Die Truppe findet er „mega cool“, auch wenn das Burgenteam um den Klassenerhalt kämpfen muss. „Den würde ich gerne behalten“, wünscht sich dieser Tage Walter Herale, der „Mister Handball“ bei der HSG Plesse-Hardenberg. Kein Wunder bei dem tollen Zeugnis, dass ihm sein aktueller Trainer Artur Mikolajczyk unter den Weihnachtsbaum legt: „Raffael hat eine gute Ausbildung genossen. Das merkt man. Er macht seine Sache gut und wird sich mit der Zeit noch erheblich weiterentwickeln“, so der Coach. „Dieser Spieler hat das Potential, ein richtig guter Handballer zu werden. Ich freue mich, ihn bei uns zu haben.“ Mit 61 Treffern ist das Talent bereits erfolgreichster Torjäger des Burgenteams. Jetzt aber ruht erst einmal ein paar Tage der Handball. Weihnachten im Kreise der Familie steht vor der Tür.     Von Ferdinand Jacksch        FOTO: Herrig

23.12.2019 pogdal