HSG investiert zu wenig

- So sieht es der Gegner -

Die Handballer der HSG Nienburg mussten im Oberliga-Spiel bei der HSG Plesse-Hardenberg einen Dämpfer hinnehmen und verloren deutlich mit 26:33 (14:16). Trainer Dirk Pauling bemängelte bei seiner Truppe das Abwehrverhalten, kannte aber auch die Leistung des Gegners an: "Wir sind heute nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben zu wenig investiert. Plesse war der erwartet schwere Gegner und hat das Spiel verdient gewonnen".
Noch vor dem Spiel musste sich Kreisläufer Constantin von Müller krankheitsbedingt bei seinem Trainer abmelden. Dazu verletzte sich Steve Kählke in der ersten Spielminute, der zwar im Laufe des Spiel zurückkam und sich durchbiss, aber gerade in der Anfangsphase des Spiel stand mit Steffen Kaatze nur noch ein Spieler für den Innenblock zur Verfügung. "Der Ausfall hat uns vielleicht anfänglich auch etwas geschockt, aber wir hatten im Laufe des Spiel ausreichend Möglichkeiten, das Ruder herumzureißen", suchte Pauling nicht nach Ausreden. Tatsächlich war die Leistung der Mannschaft zu wechselhaft. In den guten Phasen kam die HSG mit viel Tempo zum Erfolg, in den Schlechten schien überhaupt nichts zu funktionieren. Zwischenzeitlich probierte es der Trainer sogar mit dem siebten Feldspieler, aber auch in dieser Situation trafen Sören Fennekoldt und Arnar Gudmundsson nur selten die richtige Entscheidung. Bezeichnend für diese Niederlage war das vergeben freier Einwurfmöglichkeiten in den entscheidenen Situationen. Sowohl ein verworfener Siebenmeter, der die HSG fünf Minuten vor Ende nochmal heranbringen hätte können, als auch Zeitstrafen durch Undiszipliniertheiten machte eine Kehrtwende unmöglich.
"Es ist schade, dass wir hier heute verloren haben. Der Gegner hat es über das gesamte Spiel nicht geschafft uns außeinanderzuspielen, sondern kamen immer wieder in Kleingruppen und durch die individuelle Stärke zum Erfolg. Das hätten wir besser bekämpfen müssen", trauerte Pauling dem Spiel etwas hinterher. So aber gewann die heute bessere Mannschaft und die Nienburger haben nun zwei Wochen Zeit, um sich auf das schwere Auswärtsspiel beim MTV Vorsfelde vorzubereiten. Dann wird vielleicht auch der Kapitän wieder an Bord sein und seine Mannschaft die ein oder andere Minute auf dem Feld unterstützen können. Positiv zu bewerten sind die Einsätze von Maik Fleischer und Niko Rohlfs, die beide aus der Zweitvertretung nachrückten und ihre Sache gut machten.


HSG Nienburg: Prützel (2 geh. 7m), Fraj - Nülle, Hillebrandt (3), Fleischer, Rohlfs (1), Gudmundsson (1), Ence (5), Heller (7), Kaatze (1), Kählke (4), Fennekoldt (4)
 
Zeitstrafen: 3 - 6 (3x Hillebrandt, Nülle, Gudmundsson, Kählke)
 
Siebenmeter: 4/6 - 0/1
 
Zuschauer: 150
 

Spielfilm: 3:0, 5:5, 9:6, 12:11, 16:14 - 19:14, 22:16, 27:20, 29:25, 33:26
(Text: HSG Nienburg)