Handball: Cup-Wettbewerb als absolute Farce
Auftrag: Aus dem Pokal rausfliegen!
Göttingen. Pause in den Handball-Oberligen der Männer und Frauen – dafür steht an diesem Wochenende der Pokal in Turnierform auf dem Programm. Aber unter welchem Aspekt! „Pokal fatal“ ist wohl die richtige Umschreibung. Völlig abstrus: Die Männer der HG Rosdorf-Grone, der HSG Plesse-Hardenberg und Northeim fahren zum MTV Vorsfelde, wo das Turnier am Samstag ausgetragen wird. Nicht etwa, dass Vorsfelde nach Südniedersachsen kommen würde und es nur einmal Reisekosten statt dreimal gibt!

Rosdorf hat keinerlei Interesse am Pokal, schickt nur neun Spieler aus der zweiten und dritten Mannschaft nach Vorsfelde. Rosdorfs Vorsitzender Jürgen Weißke: „Die Mannschaft hat den Auftrag, nicht weiterzukommen!“ Eine Absage würde die HG 400 Euro kosten, eine kurzfristige sogar noch 200 Euro obendrauf. Also: Teilnehmen und rausfliegen. Gegen Vorsfelde sollte das möglich sein...

Ähnlich sieht es beim Frauen-Pokalturnier aus, in dem Rosdorf am Sonntag (16 Uhr) bei Oberliga-Lokalkonkurrent HSG Göttingen antritt. Die HG werde in der BBS II mit Spielerinnen aus der zweiten, dritten und A-Jugend antreten, so Weißke. Auch hier lautet das Ziel: Rausfliegen! Im zweiten Spiel trifft Hildesheim auf Germania List aus Hannover.

Der HVN-Pokal als absolute Farce! HG-Chef Weißke findet klare und harte Worte: „Der Pokal ist eine Gelddruck-Maschine des Handball-Verbandes. Beim Staffeltag am 25. Juni in Verden haben sich 98 Prozent der Klubs dafür ausgesprochen, dass es mit diesem Modus nicht weitergehen kann. Er ist eine Zwangsmaßnahme. Der Modus muss dringend überarbeitet werden.“ (haz/gsd)

 

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